Die USA wollen den Krieg gegen den Terror gewinnen, indem sie dafür sorgen, dass den Pakistanis ein Licht aufgeht. Sprichwörtlich. Hillary Clinton besucht Pakistan und verspricht, 125 Millionen Dollar in die marode Elektrizitätsinfrastruktur zu investieren – insgesamt haben die USA Pakistan Finanzhilfen von 7,5 Milliarden Dollar zugesagt.
Gleichzeitig haben Terrorgruppen Clinton auf ihre Weise begrüßt: mit einem Autobombenanschlag in Peshawar. Nicht weit von der afghanisch-pakistanischen Grenze starben über 90 Menschen.
Die USA können nicht zulassen, dass Pakistan im Chaos versinkt. Doch die Beziehungen zwischen beiden verbündeten Ländern haben stark gelitten: Die USA werfen Pakistan vor, zu wenig entschlossen gegen die Taliban vorzugehen, Pakistan beobachtet den Flirt zwischen Erzfeind Indien und den USA mit großem Misstrauen. Und sieht zudem seine Interessen in Afghanistan in Gefahr: Die USA betrachten die paschtunischen Stämme im Süden als ihre Gegner, weil sie mit den Taliban im Bunde sind – die Paschtunen werden aber traditionellerweise von Islamabad unterstützt.
Und wem dieser dichte Dschungel an unterschiedlichen Interessen noch nicht kompliziert genug ist, führe sich vor Augen, dass Pakistan für China immer mehr an Bedeutung gewinnt. Keine leichte Mission für Clinton: Die Beziehungen zwischen den USA und Pakistan werden noch schwieriger werden.