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Deutlich weniger Schadstoffe in Österreichs Luft

19.09.2012 | 11:58 |  (DiePresse.com)

Schadstoff- und Treibhausgasemissionen sind in Österreich seit den 90ern zurückgegangen. Haushalte haben dafür mehr getan als Unternehmen.

Österreichs Luft ist deutlich reiner geworden. Laut Statistik Austria wurden von 1995 bis 2010 bei den meisten Luftschadstoff- und Treibhausgasemissionen drastische Rückgänge verzeichnet, heißt es in einem neuen Bericht. Unrühmliche Ausnahmen sind Kohlendioxid (CO2) und Stickoxide - beide erfuhren im Messzeitraum kräftige Zuwächse.

Die stärksten Rückgänge:

Stickoxide und Kohlendioxid gestiegen

Eine Zunahme im Langzeitvergleich wurde lediglich bei Stickoxiden (NOx) und Kohlendioxid (CO2) verzeichnet. Die NOx-Emissionen stiegen zwar zwischen 1995 und 2005 um 28,4%, sanken jedoch in den Jahren 2006 bis 2010 um 10,2 Prozent. Insgesamt lag dieser Ausstoß im Jahr 2010 immer noch um 15 Prozent über dem Niveau von 1995.

Ähnlich verhält es sich auch beim Kohlendioxid. In den Jahren 1995 bis 2005 nahmen die Emissionen des klimawirksamen CO2 um 22,1 Prozent zu, während sie in der darauffolgenden Periode (2006 bis 2010) um 4,3 Prozent abnahmen. Auch der CO2-Ausstoß lag somit im Jahr 2010 um 15 Prozent über jenem von 1995. Die Reduktion der CO2-Emissionen wurde laut Statistik Austria auch durch den vermehrten Umstieg auf erneuerbare Energieträger erzielt, deren klimaneutrale CO2-Emissionen aus biogenen Quellen von 1995 bis 2010 um 93,0 Prozent stiegen.

Haushalte als Vorreiter

Interessantes Detail: Die privaten Haushalte haben offenbar wesentlich mehr für eine saubere Luft getan als die heimischen Unternehmen. Produzierten erstere im Jahr 1995 etwas mehr als 17,8 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, so waren es 2010 "nur" noch 16,7 Millionen Tonnen. Zweitere legten hingegen innerhalb von 15 Jahren von 43,3 Millionen auf 53,6 Millionen Tonnen jährlichen Kohlendioxid-Ausstoßes zu. 60 Millionen der insgesamt 70 Millionen im Jahr 2010 produzierten Tonnen CO2 stammten übrigens aus fossilen Quellen.


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