Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen - oder sich beschweren. 201 Reklamationen, mit denen die Arbeiterkammer heuer zu tun hatte, wurden von dieser analysiert. Demnach sorgten vor allem eine dürftige Unterbringung, verspätete oder abgesagte Flüge sowie Stornierungen für Ärger bei den Touristen. Wie AK Konsumentenschützerin Jutta Repl heute, Mittwoch, mitteilte, hielten sich die Anfragen im Vergleich zum Vorjahr in etwa die Waage.
Die diesjährigen Beschwerden betrafen meist die Urlaubsländer Italien, Griechenland und Spanien. Und fast jede vierte Beschwerde drehte sich um abgewohnte, ungepflegte Hotels, Schimmel im Bad oder WC. Oft war das Zimmer auch nicht so, wie versprochen: nämlich zu klein oder ohne Meerblick. Jeder fünfte Unzufriedene hatte Sorgen mit den Airlines: verspätete, abgesagte oder überbuchte Flüge, wodurch Anschlussflüge verpasst wurden. Häufig wurde auch das Gepäck beschädigt.
Viele Fragen zu Stornogebühren
Für knapp 19 Prozent waren Stornos ein Reizthema. Zwei Drittel davon ließen die entsprechenden Gebühren überprüfen oder fragten nach, ob diese angemessen seien. So mancher war durch Berichte über eine mangelnde medizinische Versorgung in Griechenland verunsichert. Zahlreiche Beschwerden betrafen geänderte Leistungen vor der Abreise: etwa verschobene Termine, geänderte Abreise- und Ankunftsorte.
Einige Touristen hatten Schwierigkeiten mit der intransparenten Preisgestaltung bei Online-Buchungsplattformen. Auch Kreditkartengebühren kamen oft erst am Ende des Buchungsvorganges ans Licht.