Seit Montag kann man sich in Österreich gegen die Schweinegrippe A(H1N1) impfen lassen. Rund 100.000 Menschen haben dies bereits getan. 30.000 waren es diese Woche allein an den 21 Impfstellen in Wien, rund 43.000 in Niederösterreich.
Die Öffnung zusätzlicher Impfstraßen in Wien oder die Ausweitung von Öffnungszeiten - wie dies ÖVP und FPÖ am Freitag forderten - sei derzeit nicht vorgesehen, sagte die Landessanitätsdirektorin Karin Spacek. Die Impfung werde von der Bevölkerung sehr stark angekommen, erklärte sie. Vereinzelt sei es nach Impfungen zu einem Kreislaufkollaps oder zu Übelkeit gekommen, größere Probleme hätte es nicht gegeben.
77-Jähriger in Lebensgefahr
Von den drei Schweinegrippe-Kranken auf der Intensivstation der Salzburger Landeskliniken (SALK) hatte sich der Zustand eines 77-Jährigen über Nacht verschlechtert. "Er schwebt in Lebensgefahr", so SALK-Pressesprecherin Mick Weinberger. Auch beim 41-jährigen Bayern und einem 58-jährigen Oberösterreicher sei die Situation weiterhin kritisch. Auf der Intensivstation im Kinderspital liegt noch ein sechs Monate altes Baby mit der Schweinegrippe - in stabilem Zustand.
In der Bundeshauptstadt wurden weiterhin zwei Patientinnen intensivmedizinisch betreut. Der Zustand einer 28-jährigen Frau, die im AKH behandelt wird, sei der Zustand unverändert, hieß es. Weiterhin auf dem Weg der Besserung befindet sich jene Kranke, die im Hanusch-Krankenhaus liegt, teilte die Wiener Gebietskrankenkasse mit. Einem 39-jährigen Intensivpatienten an der Universitätsklinik Innsbruck ging es unterdessen besser. Zwei weitere stationäre H1N1-Patienten konnten das Krankenhaus inzwischen verlassen.