WIEN (tes/APA). Am Montag geht's los: Mit 9. November startet österreichweit die Impfaktion gegen die Neue Grippe (auch "Schweinegrippe"). Gedacht ist die Impfung in erster Linie für Menschen aus Risikogruppen (Personen zwischen sechs Monaten und 49 Jahren mit Grunderkrankungen sowie Schwangere). Aber auch andere Impfwillige können kommen. In Wien stehen dazu 21 Impfzentren für Erwachsene und Jugendliche ab 15 zur Verfügung. Für Kinder ab dem sechsten Lebensmonat bis zum 14. Lebensjahr ist das anders – für sie sind Impfungen an einzelnen Tagen in den Elternberatungsstellen vorgesehen. Eine Regelung, die für Verwirrung sorgt – weshalb die MA 15 (3., Thomas Klestil Platz 8/2) jetzt nachbessert.
Christine Weber wohnt in Floridsdorf und hat acht Kinder, die sie impfen lassen möchte. Bei der Hotline-Auskunft wurde ihr ein Gesundheitszentrum für die größeren Kinder genannt, für die jüngeren hingegen zwei Elternberatungsstellen. Dort könne sie zwar auch die älteren impfen lassen, aber: „Die beiden Stellen haben jeweils nur einmal in der Woche geöffnet, und das nur kurz“, klagt sie. „Nehme ich die größeren mit, versäumen sie dadurch den Unterricht. Und das ja gleich zweimal.“
Tatsächlich haben laut der bisher veröffentlichten Liste viele Elternberatungsstellen nur einmal wöchentlich Impftermine – und auch das längstens bis 16 Uhr (Tivoligasse: 16.30 Uhr). Und Weber ist nicht die Einzige, die das beklagt. „Wir haben auch schon bemerkt, dass da mehr Bedarf besteht“, bestätigt Susanne Rother von der MA 15. Deshalb werden nun Zusatztermine eingeführt: Montag, Dienstag und Mittwoch kann man Kinder nun auch von 16 bis 19 Uhr in der MA 15 impfen lassen. Allerdings: Nur Kinder zwischen sechs und 14. Für kleinere empfehle man nach wie vor die Elternberatungsstellen – auch wenn nirgendwo jemand wieder weggeschickt werde.
„Offenbar ist unsere Intention nicht richtig verstanden worden“, räumt Rother ein. „Wir wollen die Bedürfnisse kanalisieren. In den Elternberatungsstellen bieten Kinderfachärzte spezielle Beratung.“ Die angebotenen Termine seien die normalen Impfzeiten, über die es bisher keine Klagen gegeben habe.
„Schwere Verläufe erwartet“
Indes erklärte das Europäische Zentrum für Krankheitskontrolle (ECDC), dass es mit einer Zunahme schwerer Krankheitsverläufen rechne. „Die Pandemie beginnt Europa wirklich zu betreffen. Die Situation ist eine Herausforderung“, so Karl Ekdahl vom ECDC, um gleichzeitig einzuschränken: Bisher hätten die meisten Europäer nur mit milden Symptomen zu tun gehabt.
