Einen Tag vor dem Begräbnis des 14-jährigen Florian P., der vor einer Woche von der Polizei als mutmaßlicher Einbrecher in einem Merkur-Markt erschossen worden ist, hat am Mittwoch neuerlich eine Kundgebung in Krems stattgefunden. Etwa 30 vorwiegend Jugendliche hatten sich am Nachmittag vor dem Supermarkt versammelt, um in der Folge zum Stadtpark zu ziehen.
Der 14-Jährige sei "mitgerissen" worden. Diese Meinung hat Andreia B., Organisatorin eines "Trauermarsches" für den Jugendlichen, am Rande der Kundgebung vertreten. Florian "hat einen Fehler begangen, aber die Strafe war zu hart", sagte sie.
Sie habe den 14-Jährigen gekannt, betonte die junge Frau. Der Jugendliche sei demnach eher ein "Angsthase" gewesen. Mit dem mutmaßlichen Einbruch habe er freilich "einen Fehler gemacht, das will ich nicht gutheißen". Andreia B. stellte außerdem die Frage in den Raum, was "ein 28-Jähriger" mit 13-, 14-Jährigen Buben zu tun habe. Sie spielte damit offensichtlich auf jenen Rumänen an, der als mutmaßlicher Mittäter bei dem Einbruch festgenommen worden ist.
Mit einigen entzündeten bengalischen Feuern ist die Demonstration gegen Polizeigewalt in Wien zu Ende gegangen. Eine etwa 25- bis 30-köpfige Gruppe der insgesamt geschätzten 130 Teilnehmern hatte sich gegen Ende der friedlichen Veranstaltung abgespalten und war zum Teil mit den Lichtern durch Wien-Neubau gelaufen. "Nach dem jetzigen Informationsstand hat es keine Sachbeschädigungen oder Festnahmen gegeben, nur Identitätsfeststellungen", so Polizeisprecher Roman Hahslinger.
diepresse.com
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14-Jähriger erschossen: Kundgebungen in Krems und Wien
12.08.2009 | 19:16 | (DiePresse.com)
In Krems nahmen an einem "Trauermarsch" etwa 30 Personen teil. In Wien wurden bei einer Demonstration gegen Polizeigewalt bengalische Feuer entzündet.
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