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Fall Krems: Richter warnen vor Kollaps der Jugendwohlfahrt

13.08.2009 | 06:26 |  (DiePresse.com)

Laut Familienrichtern müsste man zur Vorbeugung von Jugendkriminalität mehr Geld für Sozialarbeit ausgeben. Die Jugendwohlfahrt sei derzeit am Limit, sagte Familienrechts-Expertin Doris Täubel-Weinreich.

Österreichs Familienrichter nehmen den Fall Krems zum Anlass, mehr Geld für die Jugendwohlfahrt zu fordern. Diese sei derzeit am Limit, sagte die Vorsitzende der Fachgruppe Familienrecht in der Richtervereinigung, Doris Täubel-Weinreich, am Donnerstag im Ö1-Morgenjournal.

Wenn in der Öffentlichkeit von der kriminellen Jugend die Rede sei, werde diese Tatsache oft vergessen. Dabei müsse man zur Vorbeugung von Jugendkriminalität schon bei Kindern mit sechs, sieben oder acht Jahren "schauen, warum sie dazu tendieren auf die schiefe Bahn zu gelangen".

Es gebe kaum Sozialarbeiter, die Zeit hätten, Familien zu Hause zu betreuen, erklärte Täubel-Weinreich. Krisenzentren und Mutter-Kind-Heime seien überfüllt. "Es ist mehr Geld notwendig", betonte die Richterin.

 


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