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Einbrecherbande verhaftet: Verbindung zum Fall Krems

15.10.2009 | 12:26 |  (DiePresse.com)

Den acht Verdächtigen werden 37 Einbrüche zur Last gelegt. Zwei von ihnen sollen beim Einbruch in einem Supermarkt in Krems dabei gewesen sein, bei dem der 14-jährige Florian P. erschossen wurde.

Der Fall Krems ist um eine Nuance reicher: Eine achtköpfige Einbrecherbande, die im Zusammenhang mit dem Fall Krems steht, haben niederösterreichische Kriminalisten ausgeforscht. Je zwei Serben und Albaner, drei Mazedonier und ein Österreicher sollen in wechselnder Zusammensetzung in den vergangenen zwei Jahren 37 Einbrüche in Firmen und Geschäfte sowie einen versuchten Raubüberfall auf eine Tankstelle begangen haben. Die Schadenssumme gab NÖ Sicherheitsdirektor Franz Prucher am Mittwoch mit 200.000 Euro an. Drei Verdächtige sind in Haft.

Die - von den Ermittlern so bezeichnete - "Tresorknackerbande" war von Dezember 2006 bis Sommer 2009 in den Bezirken Krems, Tulln, Zwettl und St. Pölten aktiv. Die Verdächtigen hatten es hauptsächlich auf Tresore, Bargeld und Zigaretten abgesehen.

Zwei der Mitglieder sollen in Kontakt mit den beiden Jugendlichen gestanden haben, die im August den Einbruch in den Kremser Supermarkt begangen haben. Dabei wurde der 14-jährige Florian P. von einem Polizisten erschossen. Der 17-jährige Roland T., der bei dem Einbruch angeschossen worden war, hat einen 22-jährigen Serben belastet: Er habe die Idee zum Einbruch gehabt und quasi den Auftrag gegeben, erläuterte Oberst Ernst Schuch, stellvertretender Leiter des LKA NÖ (Landeskriminalamts). Der Mann hätte beim Coup mitgewirkt und beabsichtigt, den Tresor aus dem Supermarkt zu stehlen und in weiterer Folge aufzubrechen. Der 22-Jährige habe sich zu den diversen Delikten geständig gezeigt, bestreite jedoch jeden Zusammenhang mit dem Einbruch in den Kremser Supermarkt.

Hinsichtlich der Beteiligung eines 21-jährigen Mazedoniers liegen unterschiedliche Aussagen vor. Laut dem nach der Tat als mutmaßlicher Mittäter verhafteten Rumänen Eugen L. (28) soll auch der Mazedonier dabei gewesen sein, dem 17-Jährigen zufolge nicht.


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