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Wien: Polizist erschießt in Notwehr Lebensmüden

22.11.2009 | 15:10 |  (DiePresse.com)

Die Polizei ist in Wien-Favoriten wegen eines angekündigten Selbstmordes im Einsatz, als der Lebensmüde plötzlich eine Gaspistole auf einen Beamten richtet. Der Polizist feuert zwei Mal auf den 31-Jährigen.

Tragischer Einsatz bei einem angekündigten Selbstmordversuch in Wien-Favoriten: Während die Polizei am Sonntag gegen 13 Uhr auf das Eintreffen des Amtsarztes wartete, griff der Lebensmüde plötzlich zu einer täuschend echt aussehenden Gaspistole und zielte auf einen der Beamten. Dieser gab in Notwehr zwei Schüsse ab, die den 31-Jährigen töteten.

Der Mann hatte seine Lebensgefährtin, die sich im Burgenland befand, von deren Wohnung in der Neilreichgasse 51 aus angerufen und seinen Selbstmord angekündigt. Die 27-Jährige alarmierte umgehend die Exekutive. Laut Polizeisprecher Roman Hahslinger traf die Funkstreife kurz darauf ein und wurde von dem Mann in die Wohnung gelassen.

Während man auf das Eintreffen des Amtsarztes wartete, der in solchen Fällen routinemäßig verständigt wird, und versuchte, den Mann zu beruhigen, griff dieser plötzlich zu der schwarzen Gaspistole (der Walther P99 nachgeahmt). Im Glauben, es handle sich um eine echte Waffe, die auf ihn gerichtet wurde, griff der Polizist zu seiner Dienstpistole und gab zwei Schüsse ab.

Ein Projektil traf den Lebensmüden in die Schulter, das andere in die Mitte der Brust. Die alarmierte Rettung konnte für den 31-Jährigen nichts mehr tun.


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