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Innsbruck: Suche nach Verschüttetem abgebrochen

09.02.2010 | 12:11 |  (DiePresse.com)

Der junge französische Skifahrer ist bereits am Montag auf der Nordkette von einer Lawine mitgerissen worden. Wegen der Gefahr von Nachlawinen musste die Suche erneut unterbrochen werden.

Nach einem Lawinenabgang auf der Innsbrucker Nordkette am Montag haben die Einsatzkräfte auch am Dienstag nach einem verschütteten französischen Skifahrer gesucht. Allerdings musste die Suche nach 11 Uhr erneut erfolglos abgebrochen werden: Die Lawinengefahr stieg deutlich an und machte den Einsatz für die rund 85 Retter zu riskant. Erst am Mittwoch in den frühen Morgenstunden könne man die Suche fortsetzen, sagte die Polizei.

Die extreme Länge des Lawinenkegels und die Steile des Geländes machte die Suche sehr schwierig. Noch am Montag wurde das LVS (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät) des jungen Mannes zusammen mit seiner Jacke gefunden. Auch das Handy des Vermissten konnte am Montagabend geortet werden. Eine gezielte Suche in einem eingegrenzten Gebiet verlief allerdings ergebnislos.

Der Verschüttete war unterhalb des Hafelekar auf einer Höhe von 1800 Metern von einem Schneebrett erfasst worden. Er war mit einem Begleiter gegen Mittag im freien Skiraum oberhalb der Arzler Alm abgefahren, als sich die Lawine löste. Das Schneebrett dürfte den Franzosen rund 400 Meter mitgerissen haben. Sein Begleiter blieb unverletzt. Die Suche im Bereich der Gleirschspitze musste wegen steigender Lawinengefahr Montagnachmittag eingestellt werden.

Lawinenopfer in Uni-Klinik gestorben

Am Montag ist außerdem in der Innsbrucker Universitätsklinik ein deutscher Urlauber gestorben, der am Sonntag bei einer Variantenabfahrt am Pitztaler Gletscher in eine Lawine geraten ist. Der aus Baden-Württemberg stammende Tourist hatte bei der Abfahrt einen 37-jährigen Landsmann geführt, der bei dem Lawinenabgang unverletzt blieb.

Die zwei Deutschen waren im freiem Skiraum im Bereich Hinterer Brunnkogel in Richtung Mittelbergferner unterwegs. Der Skiführer fuhr voraus und gab Anweisungen zum Abfahren. Nach einem kurzen Halt oberhalb der sogenannten Blattrinne fuhr er in diese steile Rinne ein und hielt am unteren Ende und forderte den 37-Jährigen auf, nachzukommen. Als dieser in die Geländerinne eingefahren war und nur wenige Schwünge gemacht hatte, löste sich die 30 Meter breite Schneebrettlawine, die die Variantenfahrer 300 Meter mitriss und den Skiführer verschüttete.

Dem 37-Jährigen gelang es, einen Notruf abzusetzen, den Verschütteten zu orten und aus den Schneemassen zu befreien. Er wurde am Unglücksort reanimiert und in die Klinik nach Innsbruck geflogen, wo ihm die Ärzte aber nicht mehr helfen konnten.


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