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Lawinentote: Semesterferien brachten Verfünffachung

08.02.2010 | 11:03 |  (DiePresse.com)

Im heurigen Winter sind 15 Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen, davon allein zwölf in der vergangenen Woche. Im Vorjahr starben 32 Menschen durch Lawinen.

Die Semesterferien in Ostösterreich brachten einen sprunghaften Anstieg bei den Lawinentoten: Im heurigen Winter sind bereits 15 Menschen gestorben, davon allein zwölf in der vergangenen Woche. Durchschnittlich gibt es pro Jahr 26 Opfer. Im Vorjahr gab es einen Ausreißer nach oben, damals starben 32 Bergsportler durch Lawinen.

Bis Ende Jänner registrierte das Kuratorium für Alpine Sicherheit drei Lawinentote: Das erste Opfer war ein 53-jähriger Hüttenwirt, der am Taschachferner in den Ötztaler Alpen von einem Schneebrett mitgerissen wurde. Seine Leiche wurde am 3. Dezember 2009 geborgen. Am 26. Dezember wurden zwei verunglückte deutsche Tourengeher im Hinteren Pitztal bei St. Leonhard entdeckt. Das Paar (56 und 50) war wie der Einheimische Tage zuvor verschüttet worden.

Anstieg mit Semesterferienbeginn

Ein dramatischer Anstieg der tödlichen Lawinenunfälle ist mit den Semesterferien in den ersten beiden Februar-Wochen zu verzeichnen. Am 2. Februar starb ein Skilehrer (62) im Gemeindegebiet von St. Anton am Arlberg. Der Tiroler hatte eine dreiköpfige Gruppe in den freien Skiraum geführt. Einen Tag später verunglückten zwei bayerische Wintersportler (17 und 18) im Skigebiet Diedamskopf in Schoppernau (Bregenzerwald).

Am darauffolgenden Tag ging es Schlag auf Schlag: Eine 29-jährige Oberösterreicherin kam am 4. Februar am Kasberg (Bezirk Gmunden) in einer Lawine ums Leben. Am gleichen Tag starb ein 22-jähriger Snowboarder aus Baden-Württenberg im LKH Feldkirch, nachdem er im Kleinwalsertal 45 Minuten unter Schneemassen begraben gewesen war. Ebenfalls am Donnerstag vergangener Woche verunglückte eine Tourengeherin (27) am Sonntagsköpfl im Tiroler Zillertal. Zwei Snowboarder (25 und 28) als Oberösterreich starben in Werfenweng im Salzburger Pongau abseits der Piste. Einen 40 Jahre alten Tourengeher kostete eine Lawine am Kleinen Ötscher in Niederösterreich das Leben. An einem einzigen Tag waren sechs Wintersportler Lawinenopfer geworden.

Am Freitag starb ein Tourengeher (39) bei einem Abgang am Großen Bärneck im Bezirk Liezen in der Steiermark. Sonntagnachmittag wurde ein Student aus Hermagor von einer Lawine auf dem Nassfeld in Kärnten getötet. Einem Urlauber aus Baden-Württemberg wurde ebenfalls am Sonntag eine Variantenabfahrt am Pitztaler Gletscher zum Verhängnis. Eine Schneebrettlawine verletzte ihn so schwer, dass er in der Nacht auf Montag im Spital starb.


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