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Köln: Grundstein für umstrittene Moschee gelegt

07.11.2009 | 19:17 |  (DiePresse.com)

Die erste repräsentative Moschee in Köln soll in zwei Jahren fertig sein. Das Projekt ist heftig umstritten. Am Rand der feierlichen Grundsteinlegung demonstrierten 60 Rechtsradikale.

In Köln ist am Samstag der Grundstein für die erste repräsentative Moschee der deutschen Großstadt gelegt worden. Die türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) errichtet das Gebäude, das in etwa zwei Jahren eröffnet werden soll und über das in in der Domstadt heftig gestritten wird. Kölns ehemaliger Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) sagte, die Architektur der Moschee sei "ein Symbol einer sich öffnenden Blüte, die dazu einlädt, hinein zu schnuppern".

Thomas Kufen, Integrationsbeauftragter der nordrhein-westfälischen Landesregierung bezeichnete das islamische Gotteshaus als Zeichen, dass die Muslime in der deutschen Gesellschaft angekommen seien. "Diese Moschee wird ein Schmuckstück sein", erklärte Kufen. Die Diskussionen um den Bau des islamischen Gotteshauses sei ein langer Weg gewesen.

Sprecher von DITIB betonten, die neue Moschee werde nicht nur ein Gebetshaus, sondern auch ein Kommunikationszentrum sein. "Wir legen heute den Grundstein für ein weiteres Zeichen friedlichen Zusammenlebens, für ein Zeichen der Zusammengehörigkeit, der Eintracht, des Beieinander- und Füreinanderseins", sagte DITIB-Sprecher Sadi Arslan.

35 Meter hohe Kuppel

Die Moschee soll im Jahr 2011 fertiggestellt sein. Das Gebäude wird eine 35 Meter hohe Kuppel haben und zwei Minarette, die 55 Meter in die Höhe ragen. Die türkisch-islamische Organisation DITIB hat sich gegenüber Politikern dazu verpflichtet, dass von den Gebetstürmen keine öffentlichen Muezzin-Rufe erklingen werden. Außerdem sollen die Reden der Vorbeter in dem neuen Gebäude grundsätzlich auch in die deutsche Sprache übersetzt werden. Diese Zusagen sollen zu mehr Transparenz in der muslimischen Gemeindearbeit in Köln beitragen.

Am Rand der feierlichen Grundsteinlegung demonstrierten etwa 60 Rechtsradikale gegen die neue Moschee. Die Demonstration war nach kurzer Zeit beendet. Ein breites Bündnis aus demokratischen Parteien, verschiedenen Religionsgemeinschaften und gesellschaftlichen Vereinen demonstrierte vor Beginn der Veranstaltung für den Bau der Moschee und gegen die Rechtsradikalen.


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