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Hillary Clinton will für "Aids-freie Generation" kämpfen

23.07.2012 | 19:46 |  (DiePresse.com)

Die US-Außenministerin kündigte auf der Welt-Aids-Konferenz in Washington zusätzliche millionenschwere Investitionen im Kampf gegen Aids an.

Die US-Außenministerin Hillary Clinton hat zu neuen Anstrengungen im Kampf gegen Aids aufgerufen. "Wir wollen das Ziel einer Aids-freien Generation erreichen", sagte Clinton am Montag bei der Welt-Aids-Konferenz in Washington. "Das ist ein Kampf, den wir gewinnen können. Wir sind schon so weit gekommen." Clinton kündigte zusätzliche millionenschwere Investitionen der USA in die weltweite Forschung, Behandlung und Prävention an. "Die USA ist dem Ziel einer Aids-freien Generation verschrieben und sie wird es bleiben. Wir werden nicht nachlassen."

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen begrüßte die Ankündigung neuer Investitionen. Eine Sprecherin kritisierte aber, dass die USA die Produktion und Verteilung generischer HIV-Medikamente immer noch nicht genug unterstützten. Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria veröffentlichte am Montag neue Zahlen, nach denen die Organisation im Juni 2012 rund 3,6 Millionen HIV-Infizierte mit Medikamenten versorgte - etwa 600.000 mehr als Ende 2010. Die Zahl der HIV-infizierten Mütter, deren Medikamente der Fonds finanziell unterstützt, stieg auf 1,5 Millionen.

Eine internationale Expertengruppe hat eine frühe medikamentöse Therapie für alle mit dem HI-Virus Infizierten gefordert. HIV-infizierte Erwachsene sollten von Anfang an mit antiretroviralen Medikamenten behandelt werden und nicht erst, wenn ihr Immunsystem bereits geschwächt sei, verlangte das Gremium der International Antiviral Society am Sonntag (Ortszeit) zu Beginn der Konferenz. Neue Studien hätten gezeigt, dass HIV-Infizierte auf diese Weise seltener an anderen Komplikationen erkrankten und ihre Partner seltener ansteckten.

Aids-Forscherin: "Ehrgeizige Richtlinien"

"Die geforderten Richtlinien sind ehrgeizig", räumte Aids-Forscherin Melanie Thompson ein. Doch könnten sie eindeutig helfen, Leben zu retten. Gleichzeitig setzte sie sich für mehr Investitionen in die Früherkennung von Infektionen und bessere Behandlung von Patienten weltweit ein. "Meine Botschaft an die Politik ist: Investiert in den Kampf gegen die Epidemie, er rettet Leben", forderte auch die Co-Vorsitzende der Konferenz, Diane Havlir.

Im weiteren Verlauf der Konferenz wollten am Montag außerdem Microsoft-Gründer Bill Gates und der Sänger Elton John zu den Teilnehmern sprechen. Der französische Präsident Francois Hollande wollte sich per Videobotschaft äußern. Auf dem weltgrößten Aids-Treffen, das zum ersten Mal seit mehr als 20 Jahren in den USA stattfindet, diskutieren rund 25.000 Teilnehmer noch bis Freitag über neue Fortschritte und Studien im Kampf gegen die HIV-Epidemie.


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