Start der Schweinegrippe-Impfaktion in Österreich: Am Dienstag sind im Gesundheitssektor die Impfungen angelaufen, möglichst viele der 280.000 Angehörigen der Gesundheitsberufe in Österreich sollen sich gegen die Schweinegrippe A(H1N1) impfen lassen. "Der Impfstoff ist gut verträglich - sehr angenehm, kein Brennen, kein Schmerz", so Susanne Drapalik, Leiterin der Stabsstelle für Sofortmaßnahmen im Wiener Krankenanstaltenverbund (KAV).
Der zu impfende Personenkreis wurde weit gefasst und reicht von Ärzten über das Pflegepersonal bis zu den Angehörigen von Gesundheits-Infrastruktur und Hilfsdiensten. Krankenhauspersonal wird in den Institutionen geimpft. Niedergelassene Ärzte, Apotheker etc. können sich jeweils in dafür eingerichteten Stellen immunisieren lassen. Es sind zwei Teilimpfungen im Abstand von drei Wochen notwendig.
Die Impfung des Gesundheitspersonals gegen die neue A(H1N1)-Influenza hat zwei Ziele: Erstens sollen die im Gesundheitswesen prophylaktisch geschützt sein, damit sie im Falle einer Grippewelle nicht selbst krankheitsbedingt ausfallen. Zweitens sollen sie die Krankheit in Gesundheitseinrichtungen mit vielen Risikopatienten nicht selbst weiter verbreiten.
Pandemie-Welle im Jänner
"Wir sind in einem guten Zeitplan", betonte der Infektiologe Christoph Wenisch vom Kaiser-Franz-Josef-Spital. Eine Pandemie-Welle werde im Jänner erwartet, es bleibe genug Zeit für Prävention. Dass ein Teil der Bevölkerung eine Impfung derzeit noch scheuen, könne er gut verstehen. "Es ist eine neue Behandlung, das ist zutiefst menschlich", meinte Wenisch.
In Wien hatten sich bis Freitagmittag bereits rund 1300 niedergelassene Ärzte bzw. deren Personal für die Impfung angemeldet. Aus der Reihe der Apotheken - Pharmazeuten und Personal - waren es etwa 1000 Anmeldungen. Ab 9. November sollen sich dann in ganz Österreich Risikopersonen immunisieren lassen, vor allem Personen bis 50, die an chronischen Erkrankungen leiden, und Schwangere (ab der 15. Schwangerschaftswoche).