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Australien als Grippemodell

27.10.2009 | 18:49 |  (Die Presse)

H1N1 verlief glimpflicher als „normale“ Saisongrippe.

Wien/CANBERRA (ag., hd). Australien ist in Sachen Neue Grippe aus dem Gröbsten raus, hat Jim Bishop, medizinischer Leiter im Gesundheitsministerium, vergangene Woche erklärt. Der Blick nach Down Under lohnt deshalb, weil auf der Südhalbkugel die winterliche Grippesaison Europa gegenüber einen Vorsprung hat.

Die bisher rund 190 gesicherten H1N1-Todesfälle Australiens, die zu beklagen waren, bevor es einen Impfstoff gab, litten laut Bishop auch an anderen chronischen Krankheiten: Wie viele Menschen also direkt durch H1N1 gestorben sind, werde man möglicherweise nie herausfinden. Man kann die Zahl aber mit den etwa 1000 Toten vergleichen, die die saisonale Grippe dort jährlich fordert.

Die Regierung hat auf Früherkennung gesetzt (auch mittels Fieberdetektoren auf Flughäfen) und versucht, für schwerere Fälle eine möglichst große Zahl an Intensivbetten bereitzustellen.


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