Der vierte Taifun innerhalb weniger Wochen hat am Wochenende auf den Philippinen wieder mindestens 20 Menschen das Leben gekostet. Der Taifun "Mirinae" zog in der Nacht zum Samstag mit Windgeschwindigkeiten von 185 km/h über die Umgebung der Hauptstadt Manila hinweg. Heftige Regenfälle führten zu Überschwemmungen. Der Wirbelsturm zog am Sonntag weiter über das Südchinesische Meer in Richtung Vietnam.
Auf den Philippinen waren wieder Bezirke betroffen, die immer noch unter den Folgen von Taifun "Ketsana" leiden, der der Hauptstadt Manila Ende September die schwersten Überschwemmungen seit 40 Jahren brachte. Der Wirbelsturm verursachte Überschwemmungen und Stromausfälle, die meisten der Opfer ertranken. In der Provinz Laguna südlich von Manila wurde die Stadt Santa Cruz überflutet. Eine Brücke wurde weggespült, und zahlreiche Bewohner mussten sich auf die Dächer ihrer Häuser retten, wie Bürgermeister Ariel Magcalas mitteilte.
Vierter Taifun seit Ende September
"Mirinae" war der vierte tropische Sturm, der die Philippinen seit Ende September heimgesucht hat. Erst hatten die Wirbelstürme "Ketsana" und "Parma" schwere Schäden angerichtet und mehr als 900 Menschen das Leben gekostet. Ein dritter Taifun streifte dann den Norden des Landes.
Der vietnamesische Ministerpräsident Nguyen Tan Dung wies die Bewohner von fünf besonders gefährdeten Küstenprovinzen an, sich auf Evakuierungen vorzubereiten. Fischer im Südchinesischen Meer wurden angewiesen, sofort Schutz zu suchen.
