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Briten-Paar entführt: Feuergefecht mit Dorfbewohnern

05.11.2009 | 14:04 |  (DiePresse.com)

Die Piraten wollten ein gekidnapptes britisches Paar ins Hinterland verschleppen. Das als Versteck erkorene Dorf wehrte sich dagegen. Bei dem Feuergefecht starben zwei Piraten und ein Dorfbewohner.

Nach der Verschleppung eines britischen Seglerpaares ist es nach Informationen des somalischen Rundfunksenders Radio Garowe zu einer Schießerei zwischen Dorfbewohnern und Piraten gekommen. Die Einwohner des Dorfes Bahdo im zentralsomalischen Hinterland etwa 125 Kilometer vom Piratenhafen Haradhere entfernt hätten nicht dulden wollen, dass die beiden Briten nach Bahdo gebracht wurden, berichtete der Sender am Donnerstag in seiner Onlineausgabe.

Als sich die Piraten weigerten, mit ihren Geiseln das Gebiet zu verlassen, hätten die Dorfbewohner zu den Waffen gegriffen. Bei der Schießerei seien drei Menschen getötet worden, unter ihnen zwei Piraten. Anschließend flohen die Seeräuber mit dem britischen Paar. "Wir können nicht zulassen, dass unser Ort als Versteck genutzt wird, in dem Geiseln gefangen gehalten werden", sagte einer der Dorfältesten. In der Vergangenheit hatten Piraten schon mehrfach vor allem westliche Geiseln ins unzugängliche Hinterland der teilautonomen Region Puntland verschleppt, da sie sich dort sicher vor Befreiungsversuchen fühlen.

Die Piraten verlangten für die Freilassung der Briten zunächst sieben Millionen Dollar (4,7 Millionen Euro), sollen ihre Forderungen inzwischen aber auf etwa 111.000 Euro reduziert haben. Die Seeräuber hatten die Jacht des Paares Ende Oktober auf dem Weg von den Seychellen nach Tansania gekapert.


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