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Queen: Historischer Handschlag mit Ex-IRA-Anführer

27.06.2012 | 13:25 |  (DiePresse.com)

Das Treffen der britischen Königin mit dem nunmehrigen Vizechef der nordirischen Regionalregierung gilt als wichtiger Schritt im Friedensprozess.

Die britische Königin Elizabeth II. ist am Mittwoch in Nordirland zu einem historischen Treffen mit dem früheren Anführer der katholischen Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA), Martin McGuinness, zusammengekommen. Am zweiten Tag ihres Besuchs in der britischen Provinz gab sie dem Vizechef der dortigen Regierung in der Hauptstadt Belfast die Hand, wie der Königspalast mitteilte. Die Geste gilt als wichtiger Schritt im nordirischen Friedensprozess.

McGuinness ist der erste Vertreter Sinn Feins, die früher als politischer Arm der katholischen IRA fungierte, mit dem die Königin zusammenkommt. Sie hatte in der Vergangenheit wiederholt Gespräche mit unionistischen Politikern geführt, die für den Verbleib der Provinz bei Großbritannien eintreten.

Der rund drei Jahrzehnte dauernde gewaltsame Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland, in dem mehr als 3.000 Menschen ums Leben kamen, war im Jahr 1998 durch das sogenannte Karfreitagsabkommen beendet worden. Trotzdem gibt es immer wieder gewalttätige Zwischenfälle und Bombendrohungen, vor allem aus Protest gegen die Zugehörigkeit Nordirlands zu Großbritannien. Die IRA schwor dem bewaffneten Kampf jedoch ab.

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