Nach der Androhung einer militärischen Antwort auf den Abschuss eines Militärflugzeuges durch Syrien hat die türkische Armee damit begonnen, ihre Präsenz an der Grenze zum südlichen Nachbarn zu verstärken. Nach übereinstimmenden Presseberichten vom Mittwoch wurden zusätzliche Panzereinheiten ins Grenzgebiet im südostanatolischen Nusaybin und Cizre verlegt. Neben Panzern sei auch Artillerie ins Grenzgebiet verlegt worden.
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hatte am Dienstag erklärt, jede syrische Truppeneinheit, die sich der Grenze nähere, werde ab sofort als militärisches Ziel gewertet und bekämpft.
Unterdessen ging im östlichen Mittelmeer die Suche nach den Piloten des am Freitag abgeschossenen Militärflugzeugs weiter. Verkehrsminister Binali Yildirim sagte, die Helme der vermissten Piloten sowie einige Wrackteile der Maschine seien inzwischen gefunden worden. Die Türkei hat Syrien vorgeworfen, den unbewaffneten Aufklärungsjet absichtlich und im internationalen Luftraum abgeschossen zu haben. Syrien sei zu einer Bedrohung der nationalen Sicherheit geworden.