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USA: Obama trinkt Bier, Romney will zu Merkel

06.07.2012 | 10:29 |  (DiePresse.com)

Der Wahlkampf um das Weiße Haus hat begonnen. US-Präsident Obama mimt bei einer Bus-Tour den "Retter der amerikanischen Autoindustrie". Sein Herausforderer Romney plant eine Reise nach Deutschland, Israel und Polen.

Rund vier Monate vor der Präsidentenwahl in den USA hat Amtsinhaber Barack Obama am Donnerstag mit einer Bus-Tour eine Wahlkampf-Offensive gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney gestartet. Obama wählte dafür den Bundesstaat Ohio aus, in dem er sich 2008 gegen den damaligen republikanischen Kandidaten John McCain durchsetzte - und ohne den noch nie ein Republikaner ins Weiße Haus gelangte.

Bei dem 140-Meilen-Bustrip steuerte Obamas Team auch die Gegend um Toledo an, wo es General-Motors- und Daimler-Chrysler-Werke gibt. Dort versuchte der US-Präsident sich zum "Retter der amerikanischen Autoindustrie" zu stilisieren. "Die Erfahrungen von Gouverneur Romney bestehen darin, Unternehmen zu besitzen, die beim Outsourcen (Verlegen von Standorten ins Ausland) Pionierarbeit geleistet haben", sagte der Präsident. "Meine Erfahrung besteht darin, die amerikanische Auto-Industrie zu retten."

Nach dem ersten Tag seines Trips kühlte er sich in einem Pub in Ohio bei einem Bier ab und suchte die nähe zu seinen Anhängern.

Zwischen Merkel und Olympia

Obamas Herausforderer Romney setzt dagegen auf die außenpolitische Karte. Wie das Magazin "Politico" berichtet, soll der Republikaner eine Auslandsreise planen, um sein Images aufzubessern. Im Gespräch sind Großbritannien, Israel, Deutschland, Polen und möglicherweise Afghanistan. Laut dem Bericht würde Romney erst zu den Olympischen Spielen nach London reisen und dort eine Ansprache halten.

In Deutschland will er mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammentreffen - ein etwas umstrittenes Vorhaben. Immerhin stößt der strenge deutsche Sparkurs im Weißen Haus sauer auf, weshalb Obama Merkel öfters ermahnte, mehr auf Wachstumspolitik zu setzen.

Romneys Plan erinnert an den Auslandsbesuch des damaligen demokratischen Präsidentschaftsbewerbers Barack Obama im Jahr 2008. Damals punktete er mit seiner Rede vor 200.000 begeisterten Deutschen an der Berliner Siegessäule, als er sich als "Citizen of the World" vorstellte. Weiters könnte Romney dadurch seine Kompetenz in internationalen Angelegenheiten beweisen, die Kritiker bisweilen an ihm vermissen.


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