Bei Kämpfen und schweren Zusammenstößen sind in Syrien allein am Donnerstag nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten fast 170 Menschen getötet worden. Der Leiter der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte, Rami Abdel Rahman, sagte der Nachrichtenagentur AFP, die meisten der Opfer seien Zivilisten gewesen. Es handle sich um den blutigsten Tag seit des theoretischen Inkrafttretens des Waffenstillstands am 12. April und um "einen der blutigsten Tage seit dem Beginn der Revolte" gegen die Regierung.
In der Region Homs wurden der Beobachtungsstelle zufolge mindestens 31 Zivilisten getötet, in Daraa starben 24 Zivilisten und in der Rebellenhochburg Duma nahe der Hauptstadt Damaskus 30 Zivilisten. Seit dem Beginn des Aufstands gegen die Regierung von Präsident Bashar al-Assad im März 2011 starben damit bereits mehr als 15.000 Menschen. Die meisten von ihnen waren Zivilisten. Eine unabhängige Bestätigung dieser Angaben gibt es nicht.