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Gewerkschaft kritisiert Sozialjahr-Entlohnung

03.09.2012 | 22:05 |  (DiePresse.com)

Die Entlohnung würde deutlich unter dem Mindeslohn für Sozialberufe liegen. Hundstorfer will den Zivildienst mit einem freiwilligen Sozialjahr ersetzen.

Das von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) als Ersatz für den Zivildienst vorgeschlagene freiwillige Sozialjahr stößt auf Kritik der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA-djp). Denn die in Hundstorfers Modell vorgesehen Entlohnung von 1300 Euro zwölfmal jährlich würde deutlich unter dem Mindestlohn für Sozial- und Gesundheitsberufe liegen. "Uns schmeckt das gar nicht", sagte GPA-Vizechef Karl Proyer im "Standard".

Es könne nicht sein, dass Freiwillige automatisch auf dem Niveau von Hilfsdiensten eingestuft werden. Der größte Kollektivvertrag für Sozial- und Gesundheitsberufe, der 80.000 Bedienstete betrifft, legt laut GPA bereits für reine Hilfstätigkeiten eine Untergrenze von 14-mal 1.400 Euro brutto pro Monat fest. Bei qualifizierteren Jobs wie Heimhelfe in der Pflege beträgt der Mindestlohn 1.500 bis 1.600 Euro.


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