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„Presse“-Chat: Grüne: Konsum weicher Drogen entkriminalisieren

15.10.2008 | 19:25 |  (Die Presse)

Drogensucht sei vor allem eine Krankheit, argumentiert Glawischnig.

Wien (red.). Seit knapp zwei Wochen führt sie die Grünen an, am Mittwoch ließ Eva Glawischnig im „Presse“-Chat mit einer pikanten Forderung aufhorchen: Drogenkonsum solle nicht mehr strafrechtlich verfolgt werden. „Das Strafrecht ist für mich definitiv der falsche Ort. Menschen, die weiche Drogen konsumieren, sollen nicht mit der schärfsten Waffe, die der Staat hat, rechnen müssen“, so Glawischnig. Drogensucht sei vor allem eine Krankheit: „Also raus aus dem Strafrecht.“

Was ihre Partei betrifft, kündigte Glawischnig ein Jugendprojekt sowie mehr „Face-to-Face-Kommunikation“ an. Die Grünen seien immer die Partei der Jungwähler gewesen. Es stimme nachdenklich, dass die Jungen bei der letzten Wahl vor allem FPÖ und BZÖ gewählt haben. Nun rechnet Glawischnig mit „sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ mit einer Großen Koalition. Eine Koalition mit dem BZÖ sei für die Grünen auch nach Haiders Tod undenkbar.


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