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Kein gutes Omen für Franz Voves

21.03.2010 | 18:37 | MARTINA SALOMON (Die Presse)

Die steirische ÖVP hat gute Chancen, im Herbst wieder Nummer eins im Land zu werden.

Setzt sich der gestrige Trend auch bei den steirischen Landtagswahlen Ende September fort, dann hat die ÖVP realistische Chancen, den Landeshauptmannsessel zurückzuerobern. 2005 – noch unter Schwarz-Blau im Bund – lag SPÖ-Kandidat Franz Voves bei der Wahl drei Prozent vor den regierenden Schwarzen, die sich in Diadochenkämpfen selbst zerfleischt hatten. Jetzt leidet die SPÖ unter einer schweren Niederlagenserie.

Logisch, dass sich die Landes-ÖVP gestern bemühte, das Ergebnis als Rückenwind für ihren Chef Hermann Schützenhöfer zu deuten. Man will vergessen machen, dass ihm auch die eigenen Reihen lange skeptisch gegenüberstanden. Doch Schützenhöfer hat tatsächlich an Statur gewonnen. Außerdem wird die ÖVP wohl die Lehre aus dem Wahldesaster von 2005 ziehen und diesmal geeint auftreten.

Franz Voves steht ein äußerst schwieriger Wahlkampf bevor: Er versprüht nicht mehr die wilde Frische des Polit-Neulings wie vor fünf Jahren, und – noch schlimmer: Er hat die „Krone“ gegen sich. Mit der Debatte um die (mittlerweile in eine gemeinnützige Gesellschaft umgewandelte) Stiftung der Landes-SPÖ ist der begnadete Populist in seinen Robin-Hood-Aktivitäten gebremst. Als Wahlkampfgag hat Voves kürzlich mit dem Wunsch nach Verkleinerung des Landtags aufhorchen lassen. Aber selbst in den eigenen Reihen reagierte man mit Skepsis. Der 26. September wird sein Schicksalstag. (Berichte: Seiten 1–3)


martina.salomon@diepresse.com

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