Den im letzten "Spectrum" gebrachten Satz mit zwölf hintereinander gestellten die (bzw. Dee, Di und dy) konnte keiner unserer Leser toppen. So unternehmen wir heute einen kleinen Ausflug in die österreichische Literaturszene der Zwischenkriegszeit, und zwar zu Egon Friedell, in dessen Satire "Die österreichische Seele" ein Satz mit der schönen Wortfolge für die nicht in die für die unter die (ohne Beistriche!) vorkommt.
Es handelt sich um eine Aufforderung der "Steuerbehörde für den 18. beziehungsweise 19. Bezirk, Wien, Niederösterreich" und ist ein Kleinod fast unmerklicher Amtsdeutsch-Persiflage: Die Höhe der vorauszuzahlenden Nachtragssteuer wird aus der Einkommenstufe für das zweite Semester der unmittelbar dem dazwischenliegenden Jahre des vorhergehenden dritten Halbquartals als zweite Rate der Zuwachsstaffel vorgeschriebenen Katasterumlage, jedoch vermehrt um den mit der Steuernovelle vom 3. Jänner 1921 für die nicht in die für die unter die Befreiung von der direkten Einkommensmehrertragssteuer fallenden vorgesehenen kommunalen Erwerbszuschlag, jedoch abzüglich der bereits für die der Versteuerungsperiode vorausgegangenen letzten drei - soweit sie noch in diese Periode fallen - schuldigen Vermehrungssteuerquoten bis spätestens zum als Stichtag geltenden 1. Dezember 1926 eingezahlten Beträge errechnet.
Ist der Satz jetzt vollständig oder nicht?