Ich gestehe, ich bin mit dem Nachrechnen noch gar nicht fertig: Dutzende Mails zu unserem neuesten Wortspiel haben mich erreicht. Es geht darum, Worte zu finden, die möglichst viele andere Worte (in korrekter Buchstabenreihung) enthalten. Zum Beispiel die von Johanna Sibera eingesandten Gesteinsproben: Geste, Este, Stein, ein, in, pro, ob, Robe, Ben, oben, Tein. Das sind elf Wörter (die „Urwörter“ Gestein und Probe nicht mitgerechnet), und das ergibt eine Quote von 14 Buchstaben durch 11 Wörter = 1,27.
Natürlich haben sich alle im Unterbieten der Quoten überboten. Für dreibuchstabige „Urwörter“ gibt es mangels einbuchstabiger deutscher Worte ja die Bestquote 1,5 (zum Beispiel für ein: Ei und in). Bei vierbuchstabigen winkt aber schon 0,8. Das zu erreichen ist allerdings noch keinem gelungen.
Allerdings sind einige von Ihnen mit längeren Worten auf deutlich unter 1,0 gekommen. Gertrud Hipfler etwa erreicht mit Sauser 0,857: Sau, Saus (und Braus), Sause, Au, aus, User und er. Lässt man auch US gelten, sinkt die Quote gar auf 0,75. Auch Andreas Schmidt kommt auf 0,857, und zwar mit Hallein: Hall, Halle, All, alle, allein, Ei, ein und in. Beide Beispiele sind auch deswegen so schön, weil sie ohne Beugungen auskommen.
Lässt man hingegen verschiedene Formen ein und desselben Wortes gelten wie haltend, haltende, haltender usw. dann findet man wie Wolfgang Laun im Begriff beinhaltender immerhin 30 Worte (Quote: 0,43)! Finden Sie sie alle? Wenn Ihnen das zu mühsam ist, versuchen Sie sich an Günter Halvax' Weintraube. Die weist immerhin zwölf Worte auf (Quote 0,83). Ich hoffe, es geht Ihnen noch nicht wie jenem Leser, der mir geschrieben hat, er könne keinen Text mehr anschauen, ohne sofort mit dem Zerlegen der Worte zu beginnen...