Dennoch gaben die Rieder und Zellhofer am Mittwoch an, "dass das Vertragsverhältnis per 2. Juli 2008 im Einvernehmen aufgelöst wird". Als Grund für die "einvernehmliche Beendigung des Vertrages" wurden "unterschiedliche Vorstellungen und Möglichkeiten in der Kaderplanung" angeführt. Grund für das Zaudern von Zellhofer bei der Fixierung des Zweijahresvertrags war, dass der ehemalige Austria- und Rapid-Coach weitere Verstärkungen für den Kader gefordert hatte.
"Wir waren bezüglich Auffassung der Kaderpolitik nicht auf einer Höhe", meinte Ried-Präsident Johann Willminger gegenüber der APA. Dass er von Zellhofer enttäuscht sei, wollte der SVR-Boss nicht behaupten. "Die Trennung war einvernehmlich und aus." Versuche zur weiteren Zusammenarbeit hätte man laut Willminger genügend unternommen. "Aber einen halben Zentimeter vor dem Ziel sind wir stecken geblieben." Erst am 8. Mai 2008 hatten sich die Rieder und der 47-jährige Zellhofer auf die Zusammenarbeit geeinigt.
Das Cheftrainer-Amt Zellhofers übernimmt interimistisch der bisherige Co-Trainer Gerhard Schweitzer. Wie lange diese Lösung aktuell bleiben wird, wollte Willminger am Mittwoch nicht kommentieren. "Wie es jetzt weiter geht, das wird man erst in den nächsten Tagen sehen", meinte ein erschöpfter Willminger am Mittwochabend.
Die Bundesliga beginnt für die Rieder in einer Woche am 9. Juli mit dem Heimspiel gegen Altach. Zellhofer war vorerst für keine Stellungnahme erreichbar.