Wien (ag./red.). „Wir müssen auf uns schauen und so viele Punkte wie möglich machen. Abgerechnet wird dann nach dem letzten Spiel“, sagte Peter Pacult vor dem Europa-League-Duell am Donnerstag mit Hapoel Tel Aviv. Im ausverkauften Happel-Stadion müssen die Hütteldorfer nach der 1:5-Pleite in Tel Aviv unbedingt punkten, um weiter im Aufstiegsrennen zu bleiben.
In Gruppe C liegt Rapid nach drei Runden mit vier Punkten hinter dem Hamburger SV (6) und Hapoel (6). Dennoch wäre laut Rapid-Trainer auch im Falle eines Remis noch nicht alles verspielt: „Viel würde sich dadurch nicht ändern. Die Israelis wären weiter zwei Punkte vor uns und müssen noch nach Glasgow und dann gegen den HSV spielen.“
Pünktlich zum Punktekampf mit Hapoel meldete sich auch Markus Heikkinen wieder zurück. Der Finne hat seine Adduktorenverletzung auskuriert, beim 1:5 in Tel Aviv war seine Abwesenheit in der Defensive offensichtlich gewesen. „Ohne Heikkinen sind wir offensiver ausgerichtet, weil ich dann lieber das Risiko mit Pehlivan und Boskovic im Zentrum gehe. Und Boskovic ist bekanntlich in der Defensive nicht allzu stark“, erläuterte Pacult.
Für Pacult stellt das Resultat aus dem Hinspiel ohnehin nicht das wahre Kräfteverhältnis dar. Deswegen will er die eigenen Stärken forciert sehen. „Wenn wir im Spiel nicht durchkommen, können wir sie über Standards erwischen.“ Und er hofft auf Hilfe von oben: „Sie werden dieses nasskalte Wetter sicher nicht so gewohnt sein, es liegt an uns, das auszunützen.“
Auch Austria und Sturm Graz brauchen heute unbedingt volle Erfolgserlebnisse. Die Veilchen haben aus drei Partien lediglich zwei Punkte geholt und müssen am Abend im Weserstadion gegen Werder Bremen bestehen. Nach zwei Niederlagen in der heimischen Liga bleibt Trainer Karl Daxbacher aber realistisch: „Wir gehen als krasser Außenseiter in die Partie, Bremen ist hoher Favorit.“
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Sturm Graz: Noch offensiver
Sturm, Tabellenletzter in Gruppe F, empfängt Panathinaikos Athen. Coach Franco Foda macht aus seinem Schlachtplan kein Geheimnis: „Wir müssen unser Spiel noch offensiver anlegen, weil die Abwehr der schwächere Teil von Panathinaikos ist.“
Salzburg, Tabellenführer in Pool G, kann hingegen in Sofia schon den Aufstieg ins Sechzehntelfinale fixieren.
Europa League (alle Spiele live auf Sky und im DiePresse.com-Ticker): Rapid – Hapoel Tel Aviv (19 Uhr), Sturm Graz – Panathinaikos Athen (19 Uhr), Lewski Sofia – Salzburg (21.05 Uhr), Werder Bremen – Austria Wien (21.05 Uhr/ Sat.1, live).