Bremen (red.). Wer so viele Chancen vergibt, der muss am Ende als Verlierer vom Platz gehen. diese alte Fußballer-Weisheit hat die Wiener Austria im Spiel gegen Werder Bremen leidvoll zur Kenntnis nehmen müssen. Die Veilchen spielten 80. Minute eine großartige Partie. Hatten die zwingenderen Torchancen. Acimovic läuft in der 17. Minute alleine auf Bremen-Keeper Tim Wiese zu. Vergibt leichtfertig. Fünf Minute später foult Bremen-Verteidiger Fritz den Austrianer Leovac im Strafraum. Klarer Elfmeter. Doch Referee Stefan Johannesson aus Schweden zeigt der Austria die kalte Schulter.
Und weitere drei Minuten später dreht Wiese im Stile eines Weltklasse-Tormanns einen Schuss von Sulimani über die Latte. Vpr der Pause hätte die Austria bereits alles klar machen können, ja müssen. Werde hatte ein schwaches Spiel geboten, Trainer Thomas Schaaf tobte.
Und auch in der zweiten Spielhälfte musste Wiese wieder in höchster Not klären. In der 58. Minute wehrt er einen Schuss von Liendl ab.
Mit Fortdauer des Spiels wurde Werder stärker. Kam ebenfalls zu guten Chancen. Trotzdem war es wieder eine krasse Fehlentscheidung des Unparteiischen, der die Austria auf die Verliererstraße brachte. Das 1:0 in der 81. Minute durch Tim Borowski war eindeutig irregulär. Der deutsche Teamspieler stand klar im Abseits.
Der Treffer zählte. Und damit war das Schicksal der Veilchen besiegelt. Denn nur drei Minuten später sorgte Almeida nach einem schweren Abwehrfehler der Austria-Innenverteidigung für die Entscheidung. 2:0 für Bremen- damit ist für die Austria das Abenteuer Europa League ziemlich sicher vor Weihnachten vorbei.

Die beiden anderen Gruppengegner Nacional Funchal und Athletic Bilbao trennten sich 1:1. Nacionals Edgar (66.) und Athletic-Stürmer Etxeberria (85.) trafen jeweils per Elfer. Rein theoretisch könnte es sich für die Austria noch ausgehen, wenn sie die beiden letzten Partien gewinnt und Bilbao keinen einzigen Punkt mehr macht. Doch diese Rechnung ist wohl nur noch etwas für Träumer.
Die Realität ist vielmehr: Die Austria hat die letzten drei Pflichtspiele verloren, am Sonntag folgt der Meisterschaftsschlager gegen Sturm im Horrstadion. Fürs Träumen bleibt wirklich keine Zeit.
Bremen kann hingegen den Aufstieg bejubeln: Mit nun zehn Punkten stehen die Deutschen fix in der Runde der letzten 32.