WIEN (wie-). „Wir wollten ohnedies reagieren und die Gelegenheit war günstig. So schnell bekommt man normalerweise einen Klassemann nicht.“ Lask-Präsident Reichel hat aus der sportlichen Talfahrt die Konsequenzen gezogen, nach der 2:7-Schlappe gegen Kapfenberg war seine Geduld am Ende. 38 Gegentreffer, magere zwei Punkte aus den vergangenen sechs Partien ließen die Alarmglocken läuten. „Will man eine Abwehr festigen, dann muss man beim Torhüter beginnen.“
Die neue Nr. eins in Linz heißt ab Sonntag Jürgen Macho. Der zuletzt vereinslose Wiener, der sich im Sommer von AEK Athen getrennt hat und seither vereinslos war, brennt auf seine neue Aufgabe. „Eine tolle Herausforderung“, meint der 32-Jährige, der sich in den vergangenen Wochen in Hütteldorf fit gehalten hat und von seinem Vater Erich trainiert wurde. Der Zufall will es, dass Macho nun sein Comeback und sein Debüt bei den Athletikern ausgerechnet im Heimspiel gegen seinen Lieblingsklub Rapid gibt. „Das ist keine Entscheidung gegen unseren Tormann Michael Zaglmair, sondern für Jürgen Macho“, betont Lask-Trainer Matthias Hamann. „Er wird uns mit seiner Routine bestimmt helfen.“ Sein letztes Pflichtspiel liegt allerdings bereits drei Monate zurück.