Wien. Die Wiener Austria, zuletzt nicht gerade vom Erfolg verwöhnt, steht im heutigen Bundesliga-Schlagerspiel gegen Sturm Graz (ORF1, 15.30 Uhr) unter Zugzwang. Karl Daxbacher sieht dies als Chance für eine doppelte Revanche. Der Trainer aus Krems verlor beim 1:3 gegen Sturm am 2. November des Vorjahres das bisher einzige Ligaheimspiel unter seiner Ägide (25 Heimspiele, 17 Siege). Dass seine seither in 21 Pflichtspielauftritten vor heimischer Kulisse ungeschlagenen Violetten nach den beiden Auswärtspleiten in Kapfenberg und Wr. Neustadt und dem damit verbundenen Absturz vom ersten auf den vierten Platz wieder siegen sollten, ist auch Daxbacher bewusst.
„Ich würde es schon als Spiel mit einem gewissen Druck sehen. Im Hinblick auf die Meisterschaft sind die kommenden zwei Spiele gegen Sturm und Rapid nicht unbedeutend“, meinte der Austria-Trainer, den weiter große Verletzungsprobleme plagen. Vor allem in der Defensive ist die Personaldecke des Cupsiegers vor dem Duell mit dem Tabellendritten extrem dünn.
Suttner pausiert fix, auch Standfest und der erkrankte Ortlechner drohen wie in Bremen auszufallen. Der beim 0:2 gegen Werder ausgetauschte Torhüter Safar wird von Neo-Teamspieler Robert Almer ersetzt werden. Noch dazu ist Klein nach seiner roten Karte im Spiel gegen Wr. Neustadt gesperrt.
Rapid gastiert in Linz, gegen den Lask (erstmals mit Jürgen Macho im Tor) soll eine Art Frustbewältigung stattfinden. „Kein Wort mehr über die Europa League“ will Peter Pacult hören. „Bis Anfang Dezember will ich, dass wir uns nur auf die Meisterschaft konzentrieren!“
Meister Salzburg empfängt am Sonntag Aufsteiger Wr. Neustadt, Ried trifft auf Austria Kärnten.