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Violett und Hütteldorf, das korrespondiert gar nicht

21.11.2009 | 18:48 | von Wolfgang Wiederstein (Die Presse)

Die Austria ist im 291. Wiener Derby Außenseiter und im Hanappistadion seit über fünf Jahren sieglos.

Im ersten Wiener Derby der Saison hat es keinen Sieger gegeben, das Duell der beiden Erzrivalen endete im Horrstadion 1:1. Diesmal aber kündigen die Trainer beider Mannschaften mehr Risikobereitschaft an. Vor allem Peter Pacult ist ganz auf Sieg eingestellt. In Favoriten tut sich Grünweiß traditionell schwer, im Hanappistadion aber schaut die Sache ganz anders aus. „Da spielen wir mit zwölf Mann“, erklärt Rapids Feldherr stolz. „Bei dem Wirbel, den unsere Fans machen, tut sich jeder Gegner schwer.“

Pacult spricht vor dem 291. Derby (15.30 Uhr, live ORF1/sky) von Respekt, den man sich hart erarbeitet hat. Die Heimbilanz kann sich mittlerweile sehen lassen. Von den vergangenen 31 Ligaspielen in Hütteldorf wurden lediglich zwei verloren. Kaum eine Gastmannschaft ist in der Lage, dem Druck, den Rapid ausübt, standzuhalten. Die offensive Interpretation des Spiels wird auch gegen die Austria nicht verändert.

Karl Daxbacher weiß, was ihn und seine Mannschaft am Sonntag erwartet. „Man muss es sagen, wie es ist: wir sind Außenseiter“, meint der Austria-Trainer. Auch, weil die jüngsten Auswärtspartien verloren gegangen sind. In Kapfenberg musste man sich mit 0:1 geschlagen geben, in Wiener Neustadt mit 3:4. „Ich erwarte mir eine selbstbewusste Austria-Mannschaft“, behauptet Daxbacher wie zum Trotz. Chancenlos seien seine Spieler auch in Hütteldorf nicht, im April war man nahe dran, Rapid zu überraschen. „Es war ein offener Schlagabtausch, auch wenn wir knapp mit 2:3 verloren haben. Ich bin mir sicher, wir können es auch diesmal spannend machen.“ Die Länderspielpause habe man gut genützt, „alle sind wieder frisch!“

Für Rapid („Helge Payer hat sich fit gemeldet“) ist das Derby der Auftakt für die Wochen der Wahrheit. Am Mittwoch wird das Bundesligaspiel gegen Sturm Graz nachgetragen, am kommenden Wochenende muss man zum Meister nach Salzburg. Und dann wartet das Rückspiel beim HSV. Aber mit dem Entscheidungsspiel in der Europa League hat sich Pacult noch nicht befasst. „Das nächste Spiel ist immer das wichtigste Match. Und über ein Derby geht in Österreich ohnedies nichts.“


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