GRAZ (wie-). Kritik an Schiedsrichtern ist an sich nichts Ungewöhnliches im Fußball, diesmal aber wittert die Konkurrenz binnen nur einer Woche grünlastige Referees. Vorigen Sonntag sah sich die Wiener Austria im Hanappi-Stadion krass benachteiligt, eine umstrittene Elfmeterentscheidung hat den sonst eher besonnenen Karl Daxbacher erzürnt. Franco Foda, der Betreuer von Sturm Graz, gibt sich üblicherweise auch als zurückhaltend, nach dem 1:1 gegen Rapid platzte dem Deutschen der Kragen. „Es gab zwei Aktionen, bei denen wir aufs Tor gelaufen wären, aber der Schiedsrichter hat fälschlicherweise abgepfiffen.“ Foul aber sei da keines zu erkennen gewesen, damit handelt es sich für Foda um klare und eindeutige Fehlentscheidungen.
Rapid-Trainer Peter Pacult will das naturgemäß nicht so gesehen haben, er tat so, als ob er mit dem 1:1 in Graz ganz gut leben könnte. Feststeht allerdings, dass die Hütteldorfer seit Ende Oktober 2009 auswärts keinen Sieg mehr einfahren konnten, im Frühjahr von 18 möglichen Zählern nur sechs geholt haben. Am Dienstag geht es für Rapid daheim weiter, Gegner ist Mattersburg, 2:1-Sieger gegen den Lask.
Sturm-Präsident Hans Rinner gab zu, dass seine Mannschaft nicht nur an Schiedsrichter Thomas Einwaller gescheitert ist. „Wir hätten nach dem 1:0 den Sack zumachen können.“ Rinners Empörung aber ist groß genug, um in den kommenden Tagen ein Gespräch mit Österreichs Schiedsrichterverantwortlichen Johann Hantschk zu suchen. Schon vor zwei Jahren fühlten sich die Steirer gegen Rapid nicht fair behandelt. Referee war ein gewisser Einwaller.