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Salzburg-Trainer: "Müssen weiter wachsam sein"

22.03.2010 | 11:31 |  (DiePresse.com)

Die Titelchancen von Red Bull Salzburg sind mit dem 1:1 weiter gestiegen. Ausruhen will sich der Meister aber nicht, Trainer Stevens teilt Komplimente aus.

"Jedes Spiel ist ein kleiner Schritt", erklärte Salzburg-Trainer Huub Stevens. Also auch das Remis am Sonntag im Horr-Stadion gegen die Wiener Austria. Mit den zwei 1:1-Unentschieden in den Spitzenspielen haben sich die Titelchancen von Red Bull Salzburg weiter verbessert. "Die Konkurrenten sind nicht nähergekommen", ist Stevens zufrieden. Elf Spiele vor Schluss weist der Titelverteidiger sechs Punkte Guthaben auf Rapid und jeweils neun Zähler Vorsprung auf Sturm und die Austria auf.

Ein schöner Polster, aber: "Wir können uns nicht zurücklehnen und ausruhen", mahnt der Niederländer seine Spieler weiterhin zu Wachsamkeit: "Die Lage kann sich innerhalb von nur ein, zwei Spielen total ändern", schlägt Verteidiger Franz Schiemer ähnliche Töne wie sein Trainer an.

Magerkost mit Moral

Am Sonntag hat Alexander Zickler in der 81. Minute das 1:1 gerettet, Salzburg ist somit seit 14 Runden in der Liga ungeschlagen. Die Kritik, dass sein Team spielerisch wieder Magerkost geboten hat, lässt Stevens kalt. "Es interessiert mich nicht, was andere sagen. Ich bin der Meinung, dass sich meine Mannschaft ein Kompliment für die Moral verdient hat."

Dass die Austria zumeist mehr von der Partie hatte, lag vor allem an Zlatko Junuzovic. Der 22-Jährige nahm die Zügel in die Hand und trieb sein Team unermüdlich an. "Wir hätten den Sack zumachen müssen, wir sind wieder einmal für unsere schlechte Chancenauswertung bestraft worden. Salzburg hat uns gezeigt, wie eine Klassemannschaft aus wenigen Möglichkeiten ein Tor macht. Man hat aber gesehen, was möglich ist, wenn die ganze Mannschaft wie ein Kollektiv arbeitet", analysierte Junuzovic "einen leider nur fast perfekten Tag".

Bereits am Mittwoch wartet der nächste Schlager, Sturm gastiert in Salzburg. Im Duell der im Frühjahr noch unbesiegten Teams muss Stevens auf Marc Janko und Schiemer verzichten, weil sie sich gegen die Austria gelbe Karten eingehandelt haben - jeweils wegen Schiedsrichterkritik. "Das akzeptiere ich nicht", meinte Stevens verärgert, über Konsequenzen sprach der Niederländer aber nicht in der Öffentlichkeit.


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