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Wimbledon-Finale: Serena demontiert Venus

04.07.2009 | 17:53 |  (DiePresse.com)

Die US-Amerikanerin Serena Williams besiegt im Wimbledon-Finale ihre ältere Schwester und Titelverteidigerin Venus mit 7:6, 6:2. Es ist ihr dritter Einzeltitel in Wimbledon.

Serena Williams hat den dritten Triumph in Wimbledon geschafft. Im vierten "Sister Act" auf dem "Heiligen Rasen" gewann die jüngere der beiden Tennis-Größen aus den USA am Samstag im sommerlich warmen London zum dritten Mal nach 2002 und 2003, was ihr ein Preisgeld von 993.000 Euro einbrachte. "Ich bin überglücklich und kann's noch gar nicht fassen", sagte die strahlende Siegerin mit der silbernen Venus-Rosewater-Trophäe im Arm.

Mit 7:6(3),6:2 setzte sich die 27-Jährige überraschend klar durch, nachdem sie im Halbfinale gegen die Russin Jelena Dementjewa erst nach Abwehr eines Matchballes dem Ausscheiden glücklich entgangen war. Nach dem vierten Matchball sank die Siegerin kurz zu Boden, um sogleich ans Netz zu laufen und ihre Schwester in den Arm zu nehmen. Die hatte ihre Niederlage in nur 87 Minuten noch immer nicht kapiert, als sie schon mit der silbernen Schale im Blitzlichtgewitter stand. "Ich hab das alles noch gar nicht realisiert", sagte sie und versprach: "Aber ich komme wieder, weil ich liebe, was ich mache."

"Wenn schon verlieren, dann gegen sie"

Für Titelverteidigerin Venus Williams war der letzte Arbeitstag bei den 123. All England Championships ein Schrecken, der ihr nur dadurch erträglich wurde, dass sie gegen ihre Schwester verlor. "Ich liebe sie - und wenn ich schon verlieren muss, dann gegen Serena", sagte die 29-Jährige, die in Wimbledon fünfmal triumphiert hat und damit in der Reihe der Seriensiegerinnen hinter Martina Navratilova (neun) und Steffi Graf (sieben) an Position drei steht. Als Trostpflaster bekam sie ein Preisgeld von 496.000 Euro.

Doch im 21. Vergleich mit der kleinen Schwester, die mit dem elften Sieg zugleich ihren elften Grand-Slam-Titel holte, ging diesmal nicht alles nach Plan. Den ersten Satz musste sie in 52 Minuten im Tiebreak abgeben - es war der erste im gesamten Turnier. Der Satz dauerte übrigens eine Minute länger als der Venus-Halbfinalsieg gegen Dinara Safina. Beim 6:1,6:0 hatte sie die Weltranglisten-Erste aus Russland an die Wand gespielt.

"Serena ist wie ein Kettenhund"

Vater Richard Williams trat einer Tradition folgend vor dem Finale die Heimreise an. "Serena ist auf dem Platz wie ein Kettenhund - härter als jede andere", prophezeite er vor dem Schwestern-Duell. Und Mentor Nick Bollettieri ergänzte: "Sie hat mir gesagt: Ich will nichts mehr, als dieses Turnier zu gewinnen."


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