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Andre Agassi: "Ich habe Tennis gehasst"

07.11.2009 | 18:19 |  (DiePresse.com)

Nach seinem Geständnis, Drogen genommen zu haben, gesteht Andre Agassi in einem Interview, dass er seinen Sport "gehasst" habe. Darum habe er Tennis nach seinem Rücktritt "nicht vermisst".

Andre Agassi, der zuletzt mit seinem Drogengeständnis in seiner Biografie für Aufsehen gesorgt hat, ist weiter für Schlagzeilen gut. Den Sport, der ihn zu einem der erfolgreichsten Athleten seiner Generation gemacht hatte, habe er „gehasst“, sagt Agassi in einem „Spiegel“-Interview.

Sein Vater habe ihn schon als Kind zum täglichen Training gezwungen: „Ich wollte nicht spielen und musste. Es war das falsche Leben, es war nicht meines.“ Auch über den Profibetrieb im Tennis fällt Agassi nicht viel Gutes ein: „Getriebene waren wir alle, das ist ja das Brutale: Egozentrik wird belohnt, der Narziss siegt, Folter und Isolationshaft führen nach oben.“ Darum habe er Tennis nach seinem Rücktritt „nicht vermisst“.

„Ich konnte nie ertragen, dass ich nicht perfekt sein konnte, ich hielt es nicht aus, wie sehr Niederlagen wehtaten. Es gab keine Balance: Kein Sieg fühlte sich so gut an, wie eine Niederlage schmerzte.“

Erst die Beziehung zu Steffi Graf habe ihm, dem achtfachen Grand-Slam-Sieger, die Augen geöffnet: „Stefanie hat mir beigebracht, geduldiger zu werden und mir selbst nicht mehr im Weg zu stehen. Ich bin verdammt früh berühmt, aber verdammt spät erwachsen geworden.“ Für ihn sei Steffi Graf „die Person, die so war, wie ich immer sein wollte.“


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