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Paralympics: Ein Ironman holt Gold in Peking

12.09.2008 | 18:47 |  (Die Presse)

Wolfgang Schattauer gewann das Handbike-Rennen, Wolfgang Eibeck Silber im Rad-Zeitfahren.

PEKING(red.). Das Handbike, mit dem Wolfgang Schattauer dahinbraust, sieht futuristisch aus. Nur wenige Zentimeter über dem Boden sitzt er aerodynamisch festgeschnallt zwischen den beiden Rädern der Hinterachse. Das Vorderrad, das er über einen Hebelmechanismus mit den Armen antreibt, befindet sich zwischen seinen Beinen. Ein High-Tech-Gerät, mit dem der 49-jährige Wiener locker 30 km/h und mehr erreicht. Auf der 12,7 Kilometer langen Strecke, die er in 29:57,77 Minuten absolvierte, distanzierte er den Zweitplatzierten um fast eine Minute – und holte bei den Paralympics, den Spielen der Körperbehinderten, die dritte Goldmedaille für Österreich.

„Als ich vor neun Jahren den Unfall hatte und acht Wochen in der Intensivstation gelegen bin, habe ich mir nicht vorstellen können, dass es funktioniert. Es ist der Lohn für viele lange Trainingsjahre“, sagte er. Vor vier Jahren, bei den Paralympics in Athen, war Schattauer, der vor seinem Unfall als Triathlet fünfmal den Ironman von Hawaii erfolgreich beendet hatte, noch Vierter gewesen. „Nachdem ich die Athleten vor mir überholt hatte, habe ich gespürt, dass ich Großes leisten kann“, erzählte Schattauer.

Österreichs Fahnenträger bei der Eröffnung, Christoph Etzelsdorfer, der vor vier Jahren in Athen Gold geholt hatte, erwischte einen schlechten Tag und wurde Sechster.

 

Silber in der Hitzeschlacht

Nach zwei Enttäuschungen auf der Bahn gelang Wolfgang Eibeck im Rad-Zeitfahren auf der Straße doch noch eine Paralympics-Medaille. Der 35-jährige Wiener eroberte am Straßenkurs bei den Minggräbern nördlich von Peking Silber. Bei brütender Hitze (33 Grad) erkämpfte Eibeck damit bei jeder seiner fünf Teilnahmen an Paralympischen Sommerspielen zumindest eine Medaille. „Nach meinen enttäuschenden Leistungen auf der Bahn und meiner derzeit leider sehr schlechten Form habe ich nicht mehr damit gerechnet“, freute sich Eibeck, der in Atlanta 1996 und Athen 2004 Gold holte. Manfred Gattringer wurde im selben Rennen Achter.


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