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Parallelslalom in Moskau: "Die Zukunft des Skisports"

22.11.2009 | 08:59 |  (DiePresse.com)

Marcel Hirscher sicherte sich mit seinem Sieg beim Champions Cup in Moskau 30.000 Euro. Bei den Damen setzte sich die Schwedin Borssen im Finale gegen die Deutsche Riesch durch.

Marcel Hirscher hat sich am Samstagabend im Parallelslalom in Moskau den Siegerscheck über 30.000 Euro gesichert. Der 20-jährige Salzburger setzte sich im Finale des Champions Cup gegen den Franzosen Steve Missilier in zwei Läufen um 0,59 Sekunden durch. Im Halbfinale hatte Hirscher seinen ÖSV-Kollegen Manfred Pranger deutlich in die Schranken gewiesen, der Weltmeister belegte schließlich Rang vier. Bei den Damen siegte die Schwedin Therese Borssen hauchdünn vor der deutschen Slalom-Dominatorin Maria Riesch.

Hirscher stand nach einem souveränen Erstrundensieg über Giuliano Razzoli im Viertelfinale gegen Julien Lizeroux bereits kurz vor dem Aus. Doch der 20-jährige Salzburger fing den Franzosen mit einem sensationellen Finish nach Rückstand im ersten Lauf noch um 0,02 Sekunden ab. Umso überlegener gestaltete Hirscher, der im Weltcup nach drei Podestplätzen noch auf seinen ersten Sieg wartet, das Halbfinale gegen Pranger. Der Slalom-Weltmeister war im zweiten Lauf beim Start hängengeblieben.

Auch im Finale war Hirscher ungefährdet. Missilier riss im ersten Lauf mit einem Ausrutscher 0,50 Sekunden auf, was sich gegen einen aggressiv und sicher fahrenden Hirscher schließlich als zu große Hypothek erwies. 

Wien, Berlin, New York und so weiter

Hirscher zeigte sich nicht nur wegen seines Sieges begeistert: "Das ist die Zukunft des Skisports, eine Kombination aus Sport und Show. So erreichen wir auch wieder stärker das junge Publikum. Wir brauchen mehr solcher Events und zwar in Paris, Wien, Berlin, New York und so weiter." Auch für Reinfried Herbst war das Ergebnis - er schied im Viertelfinale aus - dank der sensationellen Stimmung nur zweitrangig: "Es ist ein geiler Event und deshalb bin ich auch nicht enttäuscht über mein Ausscheiden. Es ist einfach super, dabei gewesen zu sein."

Auch bei den Damen gab es keinen Favoritensieg. Levi-Siegerin Riesch musste sich in einem Herzschlagfinale bei Nieselregen vor ca. 30.000 Zuschauern Borssen hauchdünn um 0,03 Sekunden geschlagen geben. Dessen Landsfrau Frida Hansdotter gewann gegen die Französin Sandrine Aubert das kleine Finale. Die ÖSV-Technikerinnen verzichteten bei dem Showbewerb auf ein Antreten.

HERREN:
Viertelfinale:
Michael Janyk (CAN) s. Stepan Zuew (RUS) +0,14 Sek.
Steve Missilier (FRA) s. Reinfried Herbst (AUT) +0,47
Marcel Hirscher (AUT) s. Julien Lizeroux (FRA) +0,02
Manfred Pranger (AUT) s. Andre Myhrer (SWE)r +0,82
Semifinale:
Missilier s. Janyk +1,00
Hirscher s. Pranger +1,20
Um Rang drei:
Janyk s. Pranger +2,73
Finale:
Hirscher s. Missilier +0,59

DAMEN:
Viertelfinale:
Maria Riesch (GER) s. Laysan Rajanowa (RUS) +0,24 Sek.
Frida Hansdotter (SWE) s. Ana Jelusic (CRO) +0,23
Therese Borssen (SWE) s. Maria Pietilä-Holmner (SWE) +0,47
Sandrine Aubert s. Fanny Chmelar s. (FRA) +0,92
Halbfinale:
Riesch s. Hansdotter +7,61
Borssen s. Aubert +0,25
Um Rang drei:
Hansdotter s. Aubert
Finale:
Borssen s. Riesch +0,03


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