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Skispringen: "Müssen uns trauen, andere Sachen auszuprobieren"

22.03.2010 | 12:21 |  (DiePresse.com)

Alexander Pointner, Cheftrainer der Skispringer, zieht eine zufriedene Saison-Bilanz. Er hat aber nicht das Gefühl, dass das Ende der Fahnenstange schon erreicht wäre.

26 Weltcup-Podestplätze, elf Saisonsiege, drei Olympia-Medaillen, Goldmedaille bei der Skiflug-WM und der Vierschanzentourneesieg - "Da darf man nicht meckern", meinte Alexander Pointner, Cheftrainer der Skispringer, nach dem Saisonabschluss im Skifliegen in Planica.

"Trotzdem streben wir danach, weiter besser zu werden und das auf allen Ebenen", so Pointner. Vor allem die Dominanz des Schweizers Simon Ammanns motiviert. "Oft sind die Saisonen, in denen man nicht alles gewinnt, die lehrreichsten. Es steckt eine unglaubliche Energie in dieser Mannschaft. Man hat nie das Gefühl, dass das Ende der Fahnenstange schon erreicht ist", betonte Pointner.

Noch hat der Tiroler seinen Vertrag nicht verlängert, er stellt zuvor einige Forderungen an die Verbandsführung. Pointner möchte das Ausbildungssystem und das Trainerwesen weiter optimieren. "Wir müssen uns trauen, noch andere Sachen auszuprobieren", forderte der Tiroler. "Ich bin natürlich voll drinnen in der Mannschaft, und auch mit unserem neuen Nordischen Direktor Ernst Vettori habe ich immer gut zusammengearbeitet. Ich bin interessiert daran, mit dieser Mannschaft weiterzuarbeiten", erklärte Pointner.

Wunsch nach Veränderungen


Aber auch in der ÖSV-Führung müsse der Wunsch nach Veränderungen auf Gegenliebe stoßen. "Es muss auch die ÖSV-Spitze dahinterstehen. Man muss den Sprungsport weiter zum Wachsen bringen. Vielleicht benötigt man auch zusätzliche Trainer, weil die Anzahl der Topathleten ständig steigt. Wenn mehr Quantität da ist, braucht man auch mehr Qualität", erläuterte der 39-Jährige. Einige der angedachten Neuerungen von Pointner sind letztlich wohl eine Frage des Geldes, die Pointner und Sportdirektor Ernst Vettori im April der ÖSV-Führung stellen dürften.

Das Gros der Springer ist froh, dass die lange Wettkampfphase nun vorbei ist. "Es war eine sehr anstrengende Saison, jetzt freue ich mich auf den Urlaub", betonte Gregor Schlierenzauer. Thomas Morgenstern, der mit acht Podestplätzen (davon zwei Siegen) seinen zweitbesten Winter absolvierte, würde aufgrund des jüngsten Formanstieges am liebsten weitermachen. "Ich bin ein wenig traurig, dass die Saison vorbei ist, da ich immer besser in Form komme", sagte der Kärntner. Nach der Goldmedaille zum Abschluss sei er motivierter denn je. "Ich freue mich auf die nächsten Herausforderungen", sagte Morgenstern.      


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