In den US-Filialen amerikanischer Coffee-Shops nutzen immer mehr Gäste das kostenlose WLAN-Angebot - ganztägig und offenbar beruflich. Sie kommen mit Laptops, Bluetooth-Headsets und Aktentasche, trinken häufig aber nicht mehr als ein bis zwei Tassen Kaffe, wodurch sie de facto um wenige Dollar Infrastruktur "mieten". Einige Filialen wollen dieses "WLAN Schnorren" nun unterbinden, berichtet das Wall Street Journal. Auch die Fast-Food-Kette McDonalds hatte schon ähnliche Probleme.
Die Sorgen der Filial-Leiter betreffen nicht nur das kostenlose Internet. Laptops, die den ganzen Tag an der Steckdose hängen, belasten die Stromrechnung. Ein Coffee-Shop in Brooklyn hat laut Bericht sogar schon Verbots-Schilder über die Steckdosen gehängt. Einige Kaffees beschränken die Nutzung von Notebooks auch auf bestimmte Tageszeiten, um eine Dauernutzung zu verhindern.
Im Frühjahr hatten sich auch einige Franchisenehmer von McDonalds über surfende Dauergäste beschwert. Die Internet-Nutzer bleiben im Durschnitt ein Drittel länger in den Restaurants als andere Kunden, klagten die Filialleiter damals. Kunden, die lediglich eine Mahrzeit einnehmen wollen, würden oft keine freien Plätze finden. Vor allem in den Stoßzeiten überlegen daher einige Filialen, getrennte Bereiche für Esser und Surfer einzurichten.