Microsoft tritt am 26. Oktober erstmals in direkte Konkurrenz mit seinen langjährigen Hardware-Partnern. Mit dem Start von Windows 8 erscheinen auch die zwei "Surface"-Tablets, die Microsoft selbst produziert. Bisher haben sich die überrumpelten Hersteller mit Kritik zurückgehalten. Jetzt geht Acer in die Offensive. Acer-Chef JT Wang erzählte der Financial Times, dass er Microsoft vor dem Einstieg in die Tablet-Produktion gewarnt habe.
"Es ist nichts, worin ihr gut seid"
"Wir haben (Microsoft, Anm.) gesagt, überlegt das noch einmal. Denkt zweimal darüber nach", zitiert das Blatt den Acer-CEO. Surface hätte einen starken negativen Effekt auf den gesamten Markt und andere Marken würden negativ reagieren. "Es ist nichts, worin ihr gut seid also bitte denkt zweimal darüber nach", sagte Wang.
Acer selbst ist mit seiner Iconia-Serie am Markt vertreten und hat bereits angekündigt, im Herbst ebenfalls Tablets mit Windows 8 auf den Markt zu bringen. Auch von Asus, Dell, Samsung und anderen werden Geräte erwartet, mit denen der Softwarekonzern konkurrieren würde. HP hat hingegen bereits angekündigt, zumindest die ausschließlich mit Tablet-Funktionen aufwartende Version "Windows RT" nicht einzusetzen.
Ballmer: "Nur Referenzdesign"
"Surface" erinnert an die Strategie, mit der Apple seit Jahren erfolgreich ist - Hardware und Software aus einer Hand, um eine bestmögliche Bedienung zu gewährleisten. Microsoft-Chef Steve Ballmer versuchte wiederholt, die Wogen zu glätten und die Sorgen der Hardware-Hersteller auszuräumen. Es handle sich nur um eine Art Referenzdesign, an dem sich andere Hersteller orientieren könnten.