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Studie: Browser-History so eindeutig wie Fingerabdruck

02.08.2012 | 11:07 |  (DiePresse.com)

Präparierte Websites können den Verlauf der besuchten Seiten ausspähen und damit ein Verhaltensprofil erstellen.

Die französische Forschungseintrichtung Inria (Institut national de recherche en informatique et en automatique) hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, wie man Internet-Nutzer anhand ihres Webbrowser-Verlaufs eindeutig identifizieren kann. Bei 69 Prozent der 368.284 beobachteten Nutzer ließ sich diese History eindeutig unterscheiden. Die Autoren der Studie mit dem Titel "Why Johnny can't browse the Internet in Peace: On the uniqueness of Web browsing history pattern" setzen diese damit einem Fingerabdruck gleich.

Verhaltens-Analyse

Die mehr als 360.000 Nutzer wurden über den Besuch einer Website, die ihre Browser-History verfolgte. Anschließend wurden die Daten untersucht und auf Besuchsfrequenz und andere Verhaltensmuster hin analysiert. Es zeigt sich, dass Website-Betreiber (und auch Anbieter von Plattformen wie Facebook und Google) damit sehr genau herausfinden können, wer ihre Seiten wann und wie oft besucht. Diese Analyse soll sogar mit wenig Datenmaterial funktionieren, heißt es in der Studie.

Moderne Browser helfen

"Wir glauben, dass Web-Browsing-Präferenzen als effiziente Verhaltens-Fingerabdrücke genutzt werden können", schreiben die Autoren in ihrer Schlussfolgerung. Moderne Browser würden das Ausspähen der History bereits blockieren, heißt es. Allerdings würde noch immer ein großer Teil der Web-Nutzerschaft veraltete Browser benutzen. Alternativ können Erweiterungen und Plugins wie AdBlock helfen, um derartige Methoden zu blockieren.


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