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123People: Franzosen kaufen Personensuche aus Wien

22.03.2010 | 11:25 |  (DiePresse.com)

Wieder hat sich ein österreichisches Internet-Startup erfolgreich ins Ausland verkauft. Inoffiziell wird von einer Millionen-Summe gesprochen. Für die Nutzer soll sich kaum etwas ändern.

Die österreichische Personensuchmaschine 123People ist von dem französischen Telefonbuchverlag PagesJaunes übernommen worden. Aufmerksam ist der Verlag auf das österreichische Start-up im Herbst geworden. 123People wollte PagesJaunes als Kooperationspartner für die französische Version der Personensuchmaschine geweinnen - ganz so wie 123People in Österreich mit Herold kooperiert. In der Vergangenheit hätte es aber bereits mehrere internationale Interessenten gegeben, erklärt 123People-Chef Russell E. Perry im Gespräch mit DiePresse.com.

In Blogs und auf Twitter macht eine inoffizielle Summe von 15 Millionen Euro die Runde - Perry wollte das auf Anfrage nicht bestätigen. Aber natürlich sei man mit diesem großen Konzern im Hintergrund nun ganz anders aufgestellt, meint Perry. Immerhin ist PagesJaunes mit einem Jahresumsatz von 1,3 Milliarden Euro die größte Werbeplattform in Europa und weltweit noch immer Nummer sechs. 2009 hat auch 123People erstmals positiv abgeschlossen. Russell E. Perry sieht das Geschäftsmodell also bestätigt.

Premium-Dienste kommen

Die Zentrale von 123People werde auch nach der Übernahme weiterhin in Wien bleiben, erklärt Perry. Der Standort soll sogar verstärkt werden. 2010 wird der Personalstand von 20 auf 30 Mitarbeiter aufgestockt. Am Dienst selbst wird es laut Perry zunächst keine großen Änderungen geben. PagesJaunes wird allerdings in den nächsten Wochen selbst eine neue Webseite präsentieren, auf der 123People tief integriert sein wird. Die anderen elf Standorte werden wie bisher weitergeführt und weiterentwickelt. Noch heuer soll es außerdem Premium-Dienste geben - man könne dann etwa einsehen, wer wann und wen gesucht hat, verrät Perry.

Ende vergangenen Jahres ist einem anderen österreichischem Start-up eine Millionen-Übernahme gelungen. Der VoIP-Telefonie-Dienst Jajah ist im Dezember um 200 Millionen Dollar an den Mobilfunker O2 gegangen.

 


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