Der australische Online-Anbieter Kogan bestraft ab sofort alle Kunden, die mit dem veralteten Browser Internet Explorer 7 seine Website besuchen. Wer etwas auf dem Fundus des Händlers bestellt, muss 6,8 Prozent mehr zahlen. Das Unternehmen begründet diesen Schritt damit, dass damit der Mehraufwand abgegolten werden soll, den Entwickler leisten müssen, um Websites für den IE7 zu optimieren. Besucht man den Shop, der Unterhaltungselektronik von Fernsehern über Laptops bis zu iPhones anbietet, mit einem anderen Browser, oder einer neueren Version des IE, muss man keinen Aufschlag zahlen.
Veraltete Technologie
In einem Blogeintrag schreibt Kogan, dass der Anbieter seine Preise nur deshalb so niedrig halten könne, weil er effiziente Technologien einsetze. Der schon 2006 erschienene IE7 sei einfach zu alt, um ihn noch sinnvoll unterstützen zu können, daher gebe es die "Internet-Explorer-7-Steuer". Microsoft hat ihn aber als Standard-Browser mit Windows Vista ausgeliefert. Viele Kunden sind bequem beziehungsweise unwissend und aktualisieren ihren Browser nicht. Aktuell wäre er Internet Explorer 9, der vermutlich noch heuer aber vom IE10 abgelöst werden soll. Dieser wird dem Vernehmen nach gemeinsam mit dem für Herbst erwarteten Windows 8 ausgeliefert werden.
Feldzug gegen IE6
Microsoft ist sich des Problems der veralteten Browser auch bewusst. Der Hersteller hat selbst eine Kampagne gestartet, um den 2001 mit Windows XP ausgelieferten Internet Explorer 6 aus dem Internet zu verbannen. Mit seiner Aktion gibt der australische Anbieter Kogan der Verärgerung vieler Webentwickler Form. Denn aufgrund der ständig fortschreitenden Web-Technologie muss oft für mehrere Browser-Plattformen parallel entwickelt werden. Neuere Versionen von Konkurrenzprodukten wie Chrome, Firefox oder Opera besitzen automatische Updatefunktionen, die die Browser immer aktuell halten. Der IE7 allerdings noch nicht.