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Google startet Film-Streaming-Angebot in Deutschland

16.08.2012 | 13:33 |  (DiePresse.com)

Deutsche Nutzer können die Filme per Computer oder Android-Gerät ansehen. Für Österreich ist das Angebot nicht verfügbar.

Deutsche Nutzer von Googles Play Store können nun auch Spielfilme in voller Länger ansehen. Die Titel werden als Leihversion in zwei Auflösungen angeboten und können nach Bezahlen der Leihgebühr sofort angesehen werden. Für einen einmal gestarteten Film hat man 48 Stunden Zeit, um ihn zu Ende zu sehen. Android-Nutzer können sich den Film mit der Google Play Movies App auf ihr Gerät herunterladen, um ihn auch ohne Internetverbindung ansehen zu können. Damit erweitert Google sein Inhalte-Angebot für Deutschland, allerdings nicht für Österreich. Hierzulande ist der Play Store ausschließlich für Android-Apps geöffnet

4,99 Euro für HD-Fime

Bei den Preisen lehnt sich Google sehr stark an der Konkurrenz an. Neue Filme können in niedriger Auflösung für 3,99 Euro ausgeborgt werden. HD-Filme machen 4,99 Euro aus. "Filme aus dem Archiv" gibt es zwischen 2,99 und 3,99 Euro, je nach Auflösung. Microsoft bietet mit seinem Zune Video in Österreich bereits einen Streamingdienst an, der über eine ähnliche Preisstruktur verfügt, allerdings eine Spur teurer. Der Agententhriller "Tinker, Tailor, Soldier, Spy", kostet etwa als Leihversion rund fünf Euro, in HD verlangt Microsoft sechs Euro. Bezahlt wird allerdings in Microsoft Points, die man im Vorhinein erwerben muss.

Lizenzen als Hindernis

Google bietet in den USA schon länger Filme, Bücher und Musik über seinen Play Store an. Mangels Lizenzen können Kunden in Österreih allerdings nicht darauf zugreifen. Generell dauert es immer lange, bis derartige Angebote auch hierzulande verfügbar sind. Die EU versucht derzeit, ein einheitliches Urheberrecht für Europa auf die Beine zu stellen. Das würde es Diensten wie Googles Play Store, aber auch anderen Dienstleistern deutlich erleichtern, ihre Angebote auch hierzulande anzubieten.

Mehrere Studios fehlen noch

Google hat unter anderem Verträge mit den großen US-Studios Paramount, NBC-Universal Disney und Sony und deutschen Studios wie Prokino, Senator Film, Tiberius Film und Universum Film. Es fehlen aber wichtige Anbieter wie Warner, Fox oder MGM, die beispielsweise von Apple über iTunes angeboten werden. Allerdings hatte das Apple-Portal zum Start im April 2009 auch nur einige hundert Filme im Angebot. Zahlreiche Rechteinhaber sehen in Googles Internetsuche ein Mittel, um an Raubkopien heranzukommen. Unter anderem deswegen dürfte Google sich dazu durchgerungen haben, Suchergebnisse auf bekannte Piraten-Websites schlechter einzustufen.


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