Wien/Eid/APA. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen und zuletzt soll es mehr Ab- als Zusagen gegeben haben. Der Bewerberkreis für den Posten des ÖIAG-Chefs, den der Aufsichtsrat der Staatsholding ab nächster Woche bei Hearings unter die Lupe nehmen wird, ist daher überschaubar. Die Kür erfolgt erst am 7. September, weil eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung in der Ferienzeit nicht zustande käme, wurde der „Presse“ aus ÖIAG-Kreisen bestätigt.
Beim Match um die Nachfolge von Markus Beyrer, der die ÖIAG in Richtung Brüssel zur Businesseurope verlässt, scheint alles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Ex-AUA-Vorstand Peter Malanik und dem früheren steirischen ÖVP-Landesrat Herbert Paierl hinauszulaufen. Beide haben sich beworben.
Malanik, der dem bürgerlichen Lager zugerechnet wird, gilt auch in der roten Reichshälfte und damit bei den ÖIAG-Betriebsräten als akzeptabel. Er habe viele Jahre in der teilstaatlichen AUA gearbeitet, die unter ÖIAG-Aufsicht stand. Die Privatisierung der AUA sei zudem auch in seine Vorstandsära gefallen, heißt es. Außerdem habe Malanik als Arbeitgebervertreter in den KV-Verhandlungen auch Sozialpartner-Qualitäten bewiesen – ein Punkt, der bei den Betriebsräten besonders zählt.
Abgewinkt haben indes Siemens-Personalchefin Brigitte Ederer, Ex-Lufthansa-Boss Wolfgang Mayrhuber, Ex-OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer und WU-Vizerektorin Regina Prehofer. Noch ist aber nichts entschieden, und Insider schließen eine Überraschung nicht aus.
Die Crux an dem hoch dotierten Job besteht darin, dass die Zukunft der ÖIAG, die derzeit die Staatsanteile von Post, Telekom Austria und OMV verwaltet, völlig offen ist. Die Bandbreite reicht von Auflösung (SPÖ) bis Kompetenzerweiterung (ÖVP).
diepresse.com
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ÖIAG: Zweikampf um den Chefsessel
02.08.2012 | 16:49 | (Die Presse)
Ex-AUA-Vorstand Peter Malanik und der ehemalige ÖVP-Politiker Herbert Paierl haben gute Chancen für den Posten des ÖIAG-Chefs. Die Wahl ist am 7. September. Die Zukunft der ÖIAG ist indes völlig offen.
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