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Niemetz bestreitet Insolvenzgefahr

03.08.2012 | 18:47 |  (Die Presse)

Der Süßwarenhersteller räumt Finanzprobleme und verzögerte Gehaltszahlungen ein.

Wien/Red. „Das Unternehmen ist nicht in Gefahr.“ Ursula Niemetz, Haupteigentümerin des traditionsreichen heimischen Süßwarenherstellers („Schwedenbomben“, „Manja“), dementierte am Freitag Gerüchte über eine drohende Insolvenz. Sie räumte allerdings Finanzprobleme ein. Man arbeite gerade an einer Neuordnung der Finanzierung, unter anderem mit neuen Finanzpartnern, sagte Niemetz.

Das Magazin „Format“ berichtete, dass die 100 Mitarbeiter die Gehälter seit Monaten gar nicht oder nur teilweise ausbezahlt bekommen hätten. Deshalb seien laut Betriebsrat Robert Ettmayer 75 Klagen anhängig.

Aus dem letzten vorliegenden Jahresabschluss geht hervor, dass die „Walter Niemetz Süßwarenfabrik GmbH & Co KG“ 2010/11 ein negatives Eigenkapital von minus 3,316 Mio. Euro auswies. Mit einer Note von „351“ weise das Unternehmen eine sehr schwache Bonität auf, hieß es bei der Creditreform zur „Presse“.

Geschäftsführer Steve Batchelor räumte ein, dass das vergangene Jahr nicht das beste gewesen und der Verkauf im Sommer wie gewohnt zurückgegangen sei. Deshalb habe es bei manchen Mitarbeitern jüngst Verzögerungen bei der Gehaltsauszahlung gegeben. Es seien aber lediglich vier Klagen anhängig. Nächste Woche will Batchelor detailliert Stellung beziehen.


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