Polizeibeamte hätten ihn gekidnappt, verprügelt und versucht, ihn zu bestehlen. Brian Mulligan, Top-Manager bei der Deutschen Bank in Los Angeles, erhebt schwere Vorwürfe gegen die US-Polizei und fordert bis zu 50 Millionen Dollar Schadenersatz. Doch die Beamten erzählen eine völlig andere Version der Geschichte.
Mulligan arbeitet bei der Deutschen als Geschäftsführer der Mediensparte und ist für millionenschwere Projekte in Hollywood verantwortlich. Die Nachrichtenagentur "Bloomberg" fasst seine Darstellung des Vorfalls folgendermaßen zusammen: Polizeibeamte hätten ihn in einer Mainacht aufgehalten und sein Auto durchsucht. Als sie dort 5000 Dollar Bargeld entdeckten, hätten sie ihn gezwungen, in ein Hotel einzuchecken. "Wenn du abhaust, bist du ein toter Mann", sollen sie Mulligans Anwalt zufolge gesagt haben.
Nachdem der Banker dennoch nach einigen Stunden das Hotel verließ, habe ihn die Polizei abgefangen und zusammengeschlagen. Dabei sei er schwer verletzt worden und habe Knochenbrüche im Gesicht erlitten.
Polizei: "Haben auf Notruf reagiert"
Ganz anders klingt die Version der Beamten. Man habe auf einen Notruf reagiert. Der Top-Manager soll nämlich versucht haben, vor einem Schnellimbiss in fahrende Autos einzudringen. Man habe bei ihm keine Hinweise auf Drogenmissbrauch gefunden und Mulligan dann auf eigenen Wunsch in ein Hotel gebracht, damit er sich ausruhen könne. Er habe angegeben, übermüdet zu sein. Wenige Stunden später sei er aber erneut bei dem Versucht erwischt worden, in fahrende Autos einzusteigen. Als er auch noch die Polizisten attackiert habe, sei er überwältigt und festgenommen worden. Das beschlagnahmte Bargeld sei ihm mittlerweile wieder zurückgegeben worden.
Deutsche Bank und Mulligan wollten den Fall nicht kommentieren. Die Polizei untersucht die Causa noch.