New York (ag./mac). Diese spezielle Steuerung macht Nintendos „Wii“-Konsole zum Kassenschlager. Doch nun sieht sich der japanische Elektronikkonzern erneut mit einer Patentklage konfrontiert. Das US-Unternehmen Hillcrest Labs will selbst eine ähnliche Steuerung entwickelt haben und sieht seine Schutzrechte durch Nintendo verletzt. Die Firma hat eine Klage bei der US-Handelsaufsicht International Trade Commission eingebracht und fordert einen Importstopp der Geräte in die USA. Mit 555.000 verkauften Stück alleine im Juli ist „Wii“ derzeit die erfolgreichste Konsole in den Vereinigten Staaten.
In der IT-Branche häufen sich vergleichbare Patentklagen. Erst im Februar machte der Patentverwerter IP-Com mit einer 12-Milliarden-Euro-Klage gegen den Handyhersteller Nokia von sich reden. Über tausend Patente soll Nokia in den vergangenen Jahren verletzt haben.
IT-Branche gegen Patent-Trolle
Vermehrt klagen die Elektronikriesen aber auch über das Unwesen sogenannter „Patent-Trolle“ Darunter versteht man Unternehmen, die sich Patente lediglich darum sichern, um von den Schwergewichten der Branche Schadenersatz fordern zu können. Die wenigsten denken daran, selbst zu produzieren. Zum Schutz vor solchen Firmen haben sich Konzerne wie Google, Hewlett Packard und Ericsson jüngst zum Allied Security Trust zusammengeschlossen. Jeder Konzern hat etwa 250.000 Dollar (168.873 Euro) bezahlt, um Mitglied der Gruppe zu werden, und weitere fünf Millionen Dollar in einen gemeinsamen Fonds eingebracht, mit dem strittige Patente rechtzeitig gekauft werden sollen, bevor sie in potenziell schädliche Hände fallen können.