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Opel-Werk Aspern: Kaum Angst vor der Zukunft

04.11.2009 | 18:21 |  (Die Presse)

Der Wiener Betriebsrat kann sich eine Beteiligung an den Warnstreiks vorstellen.

Wien (hie/APA). Während in deutschen Opel-Werken schon die Angst vor Kündigungswellen umgeht, sieht man der Zukunft am Standort in Wien-Aspern relativ entspannt entgegen. Wenngleich auch hierzulande Verunsicherung zu spüren ist. Bei der Belegschaft herrschen Bestürzung und Entsetzen, sagt Angestelltenbetriebsrat Willi Braun: „Die Verunsicherung ist groß, denn keiner weiß, wie es weitergeht.“ Die Lage sei hier aber besser als anderswo: „Ohne uns können sie keine Autos bauen.“

Das Opel-Werk in Aspern beschäftigt 1800 Mitarbeiter. Kurzarbeit gibt es seit Mai nicht mehr, „und ist auch nicht in Planung“, so Pressesprecherin Elisabeth Schuller. Nach Angaben des Konzerns ist der Asperner Opel-Ableger das größte Motoren- und Getriebewerk von GM. Allein im Vorjahr wurden über eine Million Motoren und Getriebe hergestellt.

 

„Tiefere Einschnitte unter GM“

„Aspern produziert die nächste Generation der kleinen, verbrauchsarmen Benzin- und Turbomotoren“, sagt Rudolf Hamp, Generaldirektor der Niederlassung. Er ist überzeugt: „Wien-Aspern wird weiterhin eine wichtige Rolle für Opel und Vauxhall in Europa spielen.“ Auch Experten sehen das Werk nicht von der Schließung bedroht. Laut eines Branchenkenners könne es unter GM-Leitung aber zu tieferen Einschnitten kommen als mit Magna als Eigentümer, weil GM weniger stark emotional mit Österreich verbunden sei.

Mit Bedauern reagierte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP): Durch die langen Verhandlungen sei viel Zeit verloren gegangen. Der Staat stehe aber weiterhin prinzipiell für eventuelle Haftungen zur Verfügung.

Der Opel-Gesamtbetriebsrat droht mit Warnstreiks. Ob sich die Asperner anschließen? „Ja, wir planen Aktionen“, heißt es in Wien.


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